Armut: Keine Kürzungen im Sozialbudget zulassen!

Sozialreferentin Cernic fordert angesichts aktueller Armutsstatistiken ein gerechtes Sozialbudget

Klagenfurt (SP-KTN) - "Propaganda zahlt keine Miete, Wahlkampfrhetorik macht nicht satt", forderte Sozialreferentin Nicole Cernic heute den BZÖ-Finanzreferenten Dobernig auf, geplante Kürzungen im Sozialbudget zurückzunehmen. Denn damit stoße man die laut aktuellen Medienberichten rund 35.000 akut armen und 44.000 von Armut bedrohten Kärntnerinnen und Kärntner vor den Kopf. "Wir müssen mit Förderungen und Unterstützungen wie der Mindestsicherung entgegenwirken, es braucht gemeinsame Anstrengungen, den Lebensstandard der Betroffenen zu verbessern", forderte Cernic einen Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg.

Von 2006 auf 2007 gab es etwa einen signifikanten Anstieg an Heizkosten-BezieherInnen von 21.130 auf 23.140 Personen. Auch heuer ist die Nachfrage ungebrochen hoch. Ebenfalls einen massiven Anstieg verzeichnete die Sozialabteilung bei der Mindestsicherung (vormals Sozialhilfe). Wie sehr die Menschen auf Unterstützungen angewiesen sind, zeigt auch die sich abzeichnende enorme Steigerung für einmalige und laufende Hilfe zum Lebensunterhalt. Während 2007 etwas mehr als acht Millionen benötigt wurden, rechnet man heuer mit einem Gesamtvolumen von 13 Millionen Euro.

"In dieser Situation ist es noch unverständlicher, wieso Dörfler eine österreichweite Lösung bei der Mindestsicherung verhindert, denn dadurch bekämen die Kärntnerinnen und Kärntner mehr Geld", spricht Cernic dem Landeshauptmann ein soziales Gespür ab und bezeichnete es als "blanken Hohn", wenn seitens des BZÖ Kärnten ständig als Musterland und Vorbild für den Rest Österreichs herangezogen werde. "Viele Menschen bewältigen derzeit auch noch ohne als armutsgefährdet zu gelten kaum den Alltag und stehen bei unvorhergesehenen Ausgaben vor großen finanziellen Problemen", warnt Cernic davor, die aktuelle Entwicklung auf die leichte Schulter zu nehmen.

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