Sima lobt Rat der Sachverständigen für Umweltfragen an

Goldenes Ehrenzeichen für Univ.-Prof. Alfred Schmidt, Gründungsmitglied und langjähriger Ratsvorsitzender

Wien (OTS) - Als beratendes Gremium für die Wiener Umweltstadträtin steht seit 1993 der Rat der Sachverständigen für Umweltfragen zur Verfügung. Er wird laut Wiener Umweltschutzgesetz alle 5 Jahre neubestellt. Heute wurden die Mitglieder der neuen Funktionsperiode von Umweltstadträtin Ulli Sima angelobt. Zugleich wurde das Gründungsmitglied und der langjährige Vorsitzende des Rates, Univ.-Prof. DI Dr. Alfred Schmidt, mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Stadt Wien ausgezeichnet. Er beendet mit dieser Funktionsperiode seine Tätigkeit für den Rat. Als neuer Vorsitzender des Rates für die nächste Funktionsperiode wurde Univ. Prof. Dr. Hans Puxbaum, Vorstand des Instituts für Chemische Technologien und Analytik der TU Wien gewählt.****

"Ich bedanke mich bei Prof. Schmidt für seinen großartigen Beitrag für den Umweltschutz in Wien, er hat es all die Jahre geschafft, auch in heiklen Fragen einen Konsens zwischen verschiedenen Standpunkten zu finden. Die Stadt Wien bedankt sich für sein unermüdliches Engagement für den Umwelt- und Naturschutz in Wien", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Zugleich wünschte sie seinem Nachfolger, Prof. Hans Puxbaum und seinem Team im Rat viel Erfolg und eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne der Umwelt in Wien. Ergänzend dazu Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umweltschutzabteilung, über die Bedeutung von Prof. Schmidt in seiner Rolle als Vermittler: "Über alle Fachdisziplinen hinweg ist es Prof. Schmidt immer gelungen, bei komplexen Umweltfragen einen gemeinsamen Standpunkt des Rates zu erarbeiten, der alle Aspekte des Umweltschutzes berücksichtigt. Seine Herangehensweise aus der Sicht des technischen Umweltschutzes war immer auch geprägt von einem Blick für das Ganze."

Rat der Sachverständigen für Umweltfragen seit 1993

Der Rat der Sachverständigen für Umweltfragen ist ein Beratungsorgan der amtsführenden Umweltstadträtin bzw. des Umweltstadtrates und der Wiener Umweltanwältin bzw. des Umweltanwalts. Er wurde im Zuge des Wiener Umweltschutzgesetzes von 1993 eingerichtet. Dem Rat gehören sechs Mitglieder an, die von der Landesregierung auf die Dauer von 5 Jahren bestellt werden, sechs Ersatzmitglieder sowie die/der LeiterIn der Wiener Umweltschutzabteilung - MA 22.

Die Bestellung der Ratsmitglieder erfolgt auf Vorschlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Die Ratsmitglieder wissenschaftlich anerkannte Fachleute aus den Gebieten Technischer Umweltschutz, Botanik, Zoologie, Ökologie und der Medizin üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.

Beispielhaft für das Betätigungsfeld des Rates der letzten Periode seien Stellungnahmen zum Wiener Naturschutzgesetz, Empfehlungen zum Winterdienst der Stadt Wien oder Empfehlungen zum Problemkreis der Feinstaubimmissionen genannt.

Prof. Alfred Schmidt - Wissenschafter für den Umweltschutz

Univ.-Prof. Alfred Schmidt war der erste Vorsitzende des Rates seit dessen Gründung 1993 und hatte diesen Vorsitz bis Oktober 2008 inne. Schmidt, geb. 1928 in Wien, absolvierte ein Studium der technischen Chemie an der Technischen Universität Wien und promovierte 1952 zum Doktor der technischen Wissenschaften. Ein Post Graduate Stipendium am MIT (Massachusetts Institute of Technology) brachte ihn nach Cambridge, USA, es folgte ein Forschungsstipendium der International Energy Agency in Paris. Zahlreiche Auslandsaufenthalte begleiteten seine langjährige wissenschaftliche Tätigkeit. 1979 war er als wissenschaftlicher Experte bei der UNIDO in Syrien im Einsatz. Bei der International Energy Agency in Paris war Schmidt langjähriger Österreichischer Vertreter im Executive Committee des "Bioenergy Agreement" sowie in der "Renewable Energy Working Party".

Von 1973 bis 1997 war Schmidt Professor an der TU Wien und Vorstand des Institutes für Verfahrenstechnik, Brennstofftechnik und Umwelttechnik, von 1979 bis 1983 auch Dekan der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der TU Wien. Daneben arbeitete er als Zivilingenieur für technische Chemie mit vielen Unternehmen der chemischen Industrie in Österreich zusammen.

Wissenschaft für die Umwelt

Schmidt machte sich als Wissenschafter unter vielen anderen Forschungsprojekten z. B. auf dem Gebiet der Verwendung von Biomasse als Brennstoff einen Namen. U. a. entwickelte er eine neue Vergasungstechnik für die Erzeugung eines Gases aus Holz, das für Gasmotoren und Brennstoffzellen verwendet werden kann. Er leitete die Arbeitsgruppe "Ermittlung geeigneter Standortbereiche für die MVA in Wien" und wirkte maßgeblich bei der "SUP Wiener Abfallwirtschaft/Wiener Abfallwirtschaftsgesetz" mit.

Als Wissenschafter mit viel Auslandserfahrung war er gefragter Evaluator für zahlreiche Forschungsprojekte der EU. Rund 130 wissenschaftliche Veröffentlichungen, unzählige Vorträge und die Entwicklung von rund 130 Patenten runden das Lebenswerk dieses herausragenden Wissenschafters ab.

Prof. Schmidt wurde mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet, u. a. erhielt er das Österreichische Verdienstkreuz für Kunst und Wissenschaft 1. Klasse.

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(Schluss) vor

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