VP-Walter: SPÖ präsentiert "alte Hüte" bei Sanierungsförderungen

Umfassendes Investitionsprogramm in Wohnbau zur Wirtschaftsankurbelung notwendig

Wien (OTS) - Der Wohnbausprecher der ÖVP Wien, Stadtrat Norbert Walter, kritisiert die heute präsentierten Ankündigungen von Bürgermeister Häupl und Stadtrat Ludwig scharf: "Alte Hüte werden durch aufgesetzte, vergilbte Mascherl nicht moderner. Die Ideen für die Sanierungsförderung sind abgedroschen und wie von der Kuh auf der Weide der SP-Wohnbaupolitik wiedergekäut", so Walter. "Es fehlt jeglicher Anreiz, mit neuen Ideen die innovativen Ansätze zeitgemäßer Wohnbau- und Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. Diese Sanierungsverordnung ist zu wenig und sie kommt zu spät - wir brauchen umfassendere Investitionen! Was wir auch brauchen, ist ein deutlich vereinfachter und unbürokratischerer Zugang zu Fördermitteln. Und die Stadterneuerungsförderung inklusive Blocksanierung gehört gerade angesichts der angespannten wirtschaftlichen Situation im Bau- und Baunebengewerbe von derzeit rund 750 Millionen Euro auf zumindest eine Milliarde Euro erhöht."

Maßnahmenpaket zur Wirtschaftsankurbelung notwendig

Die Bundesinnung Bau der Wirtschaftskammer hat vor kurzem eine Studie präsentiert, nach der nur jeder fünfte Hausbesitzer plant, innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre in die thermische Sanierung seines Gebäudes zu investieren. Die thermische Gebäudesanierung stellt einen umfassenden Beitrag zum Klimaschutz dar und die Bauwirtschaft beschäftigt gerade im Bereich der Sanierung einen Großteil der Arbeitnehmer. "Der Beschäftigungseffekt bei der Sanierung ist doppelt so hoch wie im Neubau und sogar drei Mal so hoch wie im Tiefbau. Die angekündigten Maßnahmen von Ludwig, die in einer Sanierungsverordnung 2008 umgesetzt werden sollen, entsprechen in diesem Punkt daher nur einem ersten Schritt. All jene Wienerinnen und Wiener, die im Altbaubestand leben und angesichts steigender Strom-, Gas- und Heizkosten sorgenvoll den Wintermonaten entgegenblicken, werden im Stich gelassen".

Versagen der Stadt von Kontrollamt untermauert

Die Stadt Wien wurde 2007 vom Kontrollamt kritisiert, dass im Zeitraum 1995 bis 2006 nur 116.000 Miet- und Eigentumswohnungen thermisch saniert wurden, obwohl das Ziel bis 2010 bei 220.000 Wohnungen lag. "Das Maßnahmenprogramm "Thermoprofit" des Klimaschutzprogrammes der Stadt Wien könne damit nicht erreicht werden", war bereits 2007 vom Kontrollamt festgestellt worden. "Nach über einem Jahr reagiert die Stadt Wien endlich - und verkauft die längst überfällige und zu schwach ausfallende Reaktion auf die Kritik des Kontrollamtes als Programm zur Konjunkturbelebung. Vielmehr werden zusätzliche Mittel in den Moloch "Wiener Wohnen" gestopft, statt ein wirksames Aktionsprogramm für die Wienerinnen und Wiener zu starten", kritisiert der Wohnbausprecher der ÖVP Wien.

Praniess-Kastner: Wien braucht mehr barrierefreie Gemeindewohnungen!

Die VP-Sprecherin für Menschen mit Behinderung, LAbg. Karin Praniess-Kastner, fordert zudem, dass Barrierefreiheit im kommunalen Wohnbau stärker berücksichtigt werden muss:
"Hochaltrige Menschen verbringen drei Viertel des Tages in ihrer Wohnung, da der Aktionsradius mit zunehmendem Alter bekanntlich abnimmt. Es ist daher dringend notwendig, für die Wienerinnen und Wiener genügend barrierefreie Gemeindewohnungen zur Verfügung zu stellen", betont Praniess-Kastner. Derzeit sei aber die Mehrzahl der Wohnungen nicht barrierefrei zugänglich. "Barrierefreiheit kommt aber nicht nur Menschen mit Behinderung zugute, sondern auch älteren Menschen. Hier muss deutlich mehr getan werden, um sowohl bestehende als auch neue Wohnungen entsprechend zu adaptieren", fordert die VP-Abgeordnete.

Eigentum und Dachgeschossausbauten zu wenig berücksichtigt

Walter sieht dringenden Handlungsbedarf: Neben einer raschen, massiven Aufstockung der Fördermittel für die Sanierung ist es die Förderung für das Eigentum, die in Wien im Bereich Wohnbau viel zu kurz kommt. "Die Forcierung von Dachgeschossausbauten ist der SPÖ Wien nicht mehr als eine Überschrift wert. Der Trend der vergangenen Jahre, zur Inneren Stadterweiterung überzugehen, wurde vollkommen verschlafen. Eigentum ist weder dem Herrn Bürgermeister noch dem Wohnbaustadtrat eine Erwähnung wert - das liegt sicherlich am schlechten Gewissen, nachdem 2007 noch nicht einmal 100 Wohnungen im echten geförderten Eigentum realisiert wurden", so Walter abschließend.

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