Peter Mayer: Abkehr von Biotreibstoffen wäre absoluter Unsinn!

ÖVP-Abgeordneter kritisiert unseriöse AK-Berichterstattung über Lebensmittelpreise

Wien (ÖVP-PK) - Preistreiberei bekämpfen ja, aber mit seriösen Argumenten und richtigen Schlussfolgerungen! Mit diesen Worten kritisierte heute, Dienstag, ÖVP-Abg. Peter Mayer einen Bericht im "AK-Report" der oberösterreichischen Arbeiterkammer. "Die Arbeiterkammer kann es einfach nicht lassen, den Landwirten nach wie vor den schwarzen Peter für Preissteigerungen zuzuschieben, obgleich zahlreiche seriöse Studien und die Lebens- und Erwerbsituation der Bauern das Gegenteil beweisen." ****

"Der Einsatz von nachhaltig erzeugten biogenen Treibstoffen ist sehr wohl sinnvoll", widerspricht Mayer dem AK-Bericht. Denn Biotreibstoffe erhöhen die Versorgungssicherheit, reduzieren die Erdölabhängigkeit, senken die Treibhausgasemissionen und sichern die regionale Wertschöpfung. "Der Kaufkraftabfluss für Erdöl ist enorm", verweist der ÖVP-Abgeordnete auf die Tatsache, dass rund 7,3 Milliarden Euro aus Österreich in krisengeschüttelte Ölgebiete fließen. Im Moment können in Österreich rund 750 Millionen Liter Biotreibstoff produziert werden, was eine Wertschöpfung von einer Milliarde Euro ausmacht. "Sollen wir auf dieses Geld in Zukunft wirklich verzichten", stellt Mayer zur Diskussion. Zudem konnte im vergangenen Jahr durch die Beimischung von Biodiesel rund eine Million Tonnen CO2 reduziert werden.

Biosprit hilft sparen!

"Biotreibstoffe treiben weder in Österreich noch in der EU die Lebensmittelpreise in die Höhe", weist Mayer die Argumentation der Arbeiterkammer zurück. Knapp 1,5 Prozent der Getreideernte werden in der EU für Energieproduktion verwendet. "Das ist rund ein Zehntel der witterungsbedingten Einbußen im vergangenen Jahr", macht der ÖVP-Abgeordnete die Dimensionen deutlich. Für die Bauern ist überdies auch klar, dass sie in erster Linie Lebensmittel produzieren, dann folgt die Produktion von Futtermittel und zum Schluss kommt die Energieerzeugung. Im Rahmen der Energieproduktion lassen sich auch wertvolle Eiweiß-Futtermittel gewinnen, die ansonsten - zum Teil auch gentechnisch verändert - aus Südamerika importiert werden müssten. "Das spart Transportkosten, hilft dem Klimaschutz und sichert unsere Gentechnikfreiheit!", so Mayer.

Hauptpreistreiber bei Lebensmitteln ist und bleibt die Energie sowie Spekulationsgewinne. Das alles verteuert auch die Betriebsmittel bei der Produktion: Saatgut hat sich um sieben bis zehn Prozent verteuert, Diesel an die 30 Prozent, Stickstoff als Dünger um 80 Prozent sowie Phosphor und Kali gar um 250 Prozent. Hat der Bauer 1994 noch 320 Euro für eine Tonne Weizen bekommen, so sind es nun um bis zu 200 Euro weniger! "Angesichts dieser Preisentwicklung ist es einfach lächerlich, immer wieder die Bauern als Sündenböcke für hohe Lebensmittelpreise hinzustellen", betont Mayer.

Heimische Qualität hat ihren Preis

Was immer für die Arbeiterkammer auch ein "Österreich-Zuschlag" sein mag. Für die heimischen Konsumenten muss klar sein, dass die kleinstrukturierte Landwirtschaft mit ihren hohen Qualitätsansprüchen anders funktioniert als etwa in Deutschland. Ein direkter Preisvergleich muss daher auch an der Qualität bzw. an den Anfahrts-und Produktionskosten gemessen werden. "Ich denke, dann wird schnell klar, was wir an österreichischen Produkten so schätzen!", schloss Mayer.
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