Kalliauer bei der AK-Vollversammlung: Es gibt große Herausforderungen für die Arbeitnehmervertretung

10. Vollversammlung der XIII. Funktionsperiode

Linz (OTS) - Angesichts der ernüchternden Bilanz der Regierung mit Rekordarbeitslosigkeit, stagnierenden Einkommen und schiefer Steuerlast gibt es für die Arbeitnehmervertretung in den nächsten Jahren viel zu tun, so AK-Präsident Johann Kalliauer bei seiner heutigen Rede zur AK-Vollversammlung.

Die aktuelle Wirtschaftskrise macht ein Notprogramm erforderlich, so Kalliauer. An vorderster Stelle steht der Kampf gegen die drohende Rezession. "Am wichtigsten sind Maßnahmen zur Stärkung der Inlandsnachfrage. Das geht sowohl über eine rasche Steuerentlastung als auch durch kräftige Lohnerhöhungen", fordert der AK-Präsident. Kurzfristig muss zudem über Investitionen in die Infrastruktur die Konjunktur belebt werden.

Die empörenden Ungerechtigkeiten in der Einkommensverteilung müssen beseitigt werden. "Das ist die Grundvoraussetzung für einen langfristig ausbalancierten wirtschaftlichen Aufschwung", so Kalliauer.

Die Unternehmenssteuern dürfen nicht weiter gesenkt werden. "Nach den Steuergeschenken für die Großkonzerne bei der so genannten Steuerreform 2005 müssen jetzt die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet werden", erwartet sich Kalliauer eine nachhaltige Entlastung der Lohnsteuerzahler/-innen.

Eine zentrale Forderung der AK ist die nachhaltige Sicherung des Gesundheitswesens. "Die in Österreich zweifelsohne vorhandene hochqualitative medizinische Versorgung muss für alle zugänglich gemacht werden. Die bestehende Zwei-Klassen-Medizin werden wir mit allen Mitteln bekämpfen", so der AK-Präsident.

Die Finanzierungsbasis des Gesundheitssystems muss auf eine neue, breite Basis gestellt werden. "Nicht nur die Arbeitseinkommen, auch Gewinne und Vermögen müssen zur Finanzierung des Gesundheitswesens herangezogen werden", fordert Kalliauer.

Eine klare Ansage gibt es von Johann Kalliauer zum Thema Pensionen: "Es darf keine Altersvorsorge auf Spekulationsbasis geben! Die Pensionen müssen gesichert und für die Menschen planbar sein. Dazu braucht es eine staatliche Garantie."

Auch auf eine grundlegende Reform des österreichischen Bildungssystems wird die AK in den nächsten Jahren drängen. Die soziale Selektion der Kinder mit zehn Jahren muss beendet, die Durchlässigkeit des Systems erhöht werden. "Egal ob jemand eine Lehre oder eine Schule macht - er oder sie muss die selben Chancen auf einen Bildungsabschluss haben", wünscht sich Kalliauer.

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