Handelsverband für Lohnrunde mit Augenmaß

Mumelter fordert Einmalzahlung für Handelsangestellte

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise und der
zu erwartenden Auswirkungen auch auf andere Branchen fordert der Österreichische Handelsverband eine Lohnrunde mit Augenmaß. Denn schon heute gibt es auch auf der Ebene der Realwirtschaft bei den Mitgliedsunternehmen des Handelsverbands unterschiedliche, insgesamt aber verhaltene Signale.

"Als Ausgleich für eine niedrige Lohnrunde können wir uns für die Handelsangestellten eine vom Unternehmenserfolg abhängige Einmalzahlung für alle nach Kollektivvertrag entlohnten Handelsangestellten vorstellen", fordert Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer des Österreichischen Handelsverbandes.

Diese Einmalzahlung helfe den Handelsunternehmen die zweifellos kommenden schwierigen Zeiten auch im Interesse ihrer Angestellten "finanziell zu überleben" und bringe doch den Beziehern niedrigerer Einkommen einen "spürbaren Zuwachs in der Brieftasche". Das könne als sofort nachfragwirksame Maßnahme überdies zur Abfederung der Konjunkturdelle beitragen und helfe wirksam, die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu bewältigen, so Mumelter im Vorfeld der nächsten Kollektivvertragsverhandlungsrunde am Donnerstag dieser Woche.

Das Instrument der Einmalzahlung, deren Höhe von den Kollektivvertragspartnern noch auszuhandeln sei, habe sich in anderen Branchen durchaus bewährt. Es sei daher auch im Handel, dem größten Arbeitgeber in Österreich mit 550.000 Beschäftigten, höchst an der Zeit, dieses Mittel anzuwenden.

Konkret könne sich Mumelter eine gestaffelte Einmalzahlung vorstellen, die vom Gewinn des Unternehmens abhängig sein soll. Dafür solle bei der Erhöhung der Kollektivvertragslöhne mit Bedacht vorgegangen werden. Es sei aber nur fair, wenn der Unternehmenserfolg mit den Mitarbeitern, insbesondere mit den Beziehern niedrigerer Einkommen geteilt werde, meint Mumelter. 50,- Euro bei einer EBIT-Marge von 1,5% und 100,- Euro bei einer EBIT-Marge von 2,5% und 150,- bei einer EBIT-Marge von 3,5% und darüber kann ich mir anfangs durchaus vorstellen", so Mumelter abschließend.
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