90 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich

LR Schmid: Mehr Frauen in der Politik

Bregenz (VLK) - Am 12. November 1918, vor 90 Jahren, wurde das "allgemeine, gleiche, direkte und geheime Stimmrecht ohne Unterschied des Geschlechtes" beschlossen. "Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass, um für Beteiligung der Frauen in der Gemeindepolitik zu werben", betont Landesrätin Greti Schmid.

Konkret geplant ist eine Initiative für mehr Frauen in der Gemeindepolitik, die das Frauenreferat im Amt der Landesregierung gemeinsam mit dem Frauennetzwerk Vorarlberg durchführen wird. Vor allem in der Gemeindepolitik sind Erfahrungen, Sichtweisen und Kompetenzen aller gefragt, führt Landesrätin Schmid an: "Von März bis Juni 2009 wollen wir verstärkt Frauen ermutigen, sich stärker in die Politik einzumischen. Und zwar in der Gemeinde, vor Ort und ganz konkret."

Frauenwahlrecht in Österreich

Am 12. November 1918 wird im Staatsrat das "allgemeine, gleiche, direkte und geheime Stimmrecht ohne Unterschied des Geschlechtes" durchgesetzt. Am 18. Dezember 1918 wird die genaue Wahlordnung beschlossen. Das Wahlalter wird auf 20 Jahre und das passive Wahlrecht mit 29 Jahren für Frauen und Männer festgelegt. Am 16. Februar 1919 wählen Frauen zum ersten Mal. In die konstituierende Nationalversammlung ziehen im März 1919 acht Frauen ein: Anna Boschek, Emmy Freundlich, Adelheid Popp, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Amalie Seidel, Maria Tusch und Hildegard Burjan.

Weitere Informationen sind im Frauenreferat, Telefon 05574/511-24113, E-Mail frauen@vorarlberg, erhältlich.

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