Post: Neues Management mit neuen Zielen gefordert

Frais: "Post-Vorstand hat versagt und muss ausgewechselt werden!"

Linz (OTS) - In direkter Fortsetzung des Schüssel-Grasser-Fiasko-Kurses beabsichtigt der Post-Vorstand das Versorgungsunternehmen kaputt zu sparen. "Der Vorstand ist strategisch gescheitert und hat zusätzlich einen schweren Vertrauensbruch gegenüber der Öffentlichkeit begangen. Denn die Zusage nach der großen Schließungswelle unter Schwarzblau, dass keine weiteren Postämter mehr geschlossen werden, wurde gebrochen. Zudem geht das Post-Management unter Generaldirektor Wais den falschen Weg:
anstatt das Unternehmen Post aufzuwerten und unternehmerisch zu stärken, wurde mit dem anhaltenden Kaputtsparen das langsame Sterben des heimischen Versorgungsunternehmens eingeleitet", kritisiert Dr. Karl Frais. Für den nötigen Kurswechsel bei der Post brauche es daher auch ein neues Management.

"Kein erkennbares Konzept, keine offensiven Geschäftsziele - nur kurzsichtige Orientierung am gescheiterten System der Börsenkennzahlen", beschreibt der SP-Klubchef die derzeitige Strategie der Post-Führung. "Leute wie Michaelis, Wais, Ötsch und Co - bei ÖIAG, Post und AUA - erwiesen sich als Manager ohne Visionen. Versorgungsunternehmen können nicht gemäß neoliberalen Unternehmensstrategien zurechtgestutzt werden, bis sie ins enge Börsenkorsett passen, weil dadurch der Versorgungsauftrag verloren gehen würde. Auch stellt es keinen Gewinn für den Standort Österreich und die Menschen in unserem Land dar, wenn die Angestelltenverhältnisse der Post durch prekäre Dienstverhältnisse und Billigjobs abgelöst werden. Dieser Blick für die Zusammenhänge fehlt sowohl neoliberalen Politikern vom Stil eines Schüssels oder Grassers als auch Managern wie Wais oder Michealis und deren hochbezahlten Wirtschaftsberatern."

Das Börsensystem und die Rechtsform Aktiengesellschaft passt nicht für Unternehmen mit Versorgungscharakter. Denn der Anspruch einer umfassenden Versorgung im ganzen Land widerspricht gleichzeitig dem Anspruch der Gewinnmaximierung. "Auch die EU wird umdenken und die Folgen ihrer Liberalisierungsoffensive neu überdenken müssen. Denn die in Europa stattfindende Abwärtsspirale bei Löhnen, Sozialleistungen und Arbeitsbedingungen schadet letztlich allen Europäern. Deshalb kann Liberalisierung nur dann funktionieren, wenn auch gesichert ist, dass diese zu gleich guten sozial- und arbeitsrechtlichen Bedingungen für die Beschäftigten im EU-Raum erfolgt", betont der SP-Klubchef.

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