RFW-Unternehmer fordern Beschäftigungspaket!

RFW-Präsidium für beschäftigungsfördernde Maßnahmen!

Wien (OTS) - Aufgrund der sich eintrübenden Konjunktursituation sowie der Probleme der Kreditbeschaffung aufgrund der internationalen Finanzkrise braucht es ein staatliches Beschäftigungspaket, damit der Wirtschaft die Konsumenten nicht verloren gehen. Die Wirtschaft kann nur über den Konsum nachhaltig angekurbelt werden und daher muss seitens der öffentlichen Hand alles unternommen werden, damit die Arbeitsplätze in den Betrieben gehalten werden können und nicht für immer verloren gehen.

Die Kollektivvertragsverhandlungen haben deutlich gemacht, dass wir kein Geld-, sondern ein Mengenproblem haben. Nicht der Lohn, sondern die künftige Bereitstellung von Arbeit wird angesichts der sinkenden Auftragslage unsere größte Herausforderung sein, wenn wir unsere Fachkräfte in den Betrieben halten wollen. Daher sollte man rasch auf die sich verändernde Arbeitswelt reagieren und darum sieht das RFW-Präsidium die Notwendigkeit, noch vor einem Konjunkturpaket, für den Mittelstand ein Beschäftigungspaket als ersten Schritt zu beschließen, um damit dann auch die Weichen für ein dringend notwendiges Konjunkturpaket zu stellen.

Das RFW-Präsidium hat in seiner Sitzung am 8.11.2008 in Linz folgende Forderungen in Richtung Beschäftigungspaket an die Bundesregierung beschlossen:

1. Umgehende (gesetzliche) Einführung eines flexiblen Kurzarbeitszeitmodells mit unbürokratischen und kurzen Vorlaufzeiten. Der Lohnausgleich sollte durch eine Landesstiftung (Betreiber: Land, AMS und Wirtschaft) erfolgen. Die Landesstiftung erfüllt die Aufgabe der branchenspezifischen Schulungsmaßnahmen bzw. Qualifikation der Arbeitnehmer (technische Nachschulungen, aktuelle Normierungen und neueste Erkenntnisse in der jeweiligen Theorie, etc.), die in der Stiftung beschäftigt werden.

2. Statt Kollektivverträge mit flächendeckender Wirkung, ist unser Ziel, die Regionalisierung der Kollektivverträge! Dabei ist auf die Ertragslage der Unternehmen und auf die Lebensstandardkosten der Region Bedacht zu nehmen. Kernelement dabei ist die steuer- und abgabenfreie Einmalzahlung (z.B. quartalsweise oder monatliche Auszahlung).

3. Streichung der Sozialversicherungsabgaben beim 13. und 14. Monatsgehalt

4. Flexible Arbeitszeiten mit zweijährigem Durchrechnungszeitraum, ohne Lohnverlust für die Arbeitnehmer

5. Erleichterung der geringfügigen Beschäftigung (Wegfall der Tagesverdienstgrenzen). Des Weiteren sind niedrigere Einkommen - etwa ab der Geringfügigkeitsgrenze bis ca. 700 Euro - von Sozialversicherungsabgaben zu entlasten bzw. zu befreien.

6. Senkung der Lohnnebenkosten: Halbierung des AUVA-Beitrages von 1,4 auf 0,7 Prozent, sowie die Senkung des Insolvenzausfallsfonds-Beitrages (IAF) von 0,55 auf 0,3 Prozent. Der "Pleitefonds" erzielte 2007 rd. 270 Millionen Euro Überschuss. Nicht einmal 50 Prozent der vereinnahmten Unternehmergelder wurden für in Insolvenz geratene Unternehmen - bzw. deren Mitarbeiter -aufgewendet. (Ende)mb

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