- 06.11.2008, 12:38:43
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"Hope for change" für Österreichs USA Exporteure
Österreichs Exportwirtschaft steht trotz Konjunkturkrise in den USA gut da - Handelsdelegierter Kesberg: Talsohle des Stimmungstiefs vorläufig erreicht
Wien (PWK837) - - "Uncertainty" war über Monate das bestimmende
Element der politischen und wirtschaftlichen Befindlichkeit der
größten Volkswirtschaft der Welt und eine der Triebkräfte der
konjunkturellen Spiralbewegung nach unten. Nach dem klaren Sieg für
Barack Obama bei den US Präsidentschaftswahlen ist zumindest ein Teil
dieser Ungewissheit beseitigt. "Obama’s Wahlsieg ändert zwar
grundsätzlich nichts an den düsteren Aussichten für die US-Wirtschaft
aber zumindest liegen die Karten politisch und wirtschaftlich heute
in Amerika auf dem Tisch", meint Christian Kesberg, österreichischer
Handelsdelegierter für die USA. "Wirtschaftspolitisch hat der neue
Chief Executive nicht viel Spielraum aber am 5. November scheint die
Eigendynamik der Panik vorüber und die Talsohle des Stimmungstiefs
zumindest vorläufig erreicht. Und das ist für jeden, der hier
Geschäfte macht seit Monaten die beste Nachricht", so Kesberg weiter.
Bisher schlägt sich Österreichs auf Qualitäts- und
Technologienischen fokussierte Exportwirtschaft in den USA bei weitem
tapferer, als ein oberflächlicher Blick auf die Statistik nahe legt.
Was dort fehlt (Exportrückgang Jänner bis August 2008:-7,7%)
resultiert fast zur Gänze aus der Verlagerung der Produktion von Red
Bull von Vorarlberg in die Schweiz, was in einem Jahr, in dem Red
Bull USA 40%ige Umsatzzuwächse erwartet, nichts mit Konjunktur oder
Dollarkurs zu tun hat. Dahinter stehen aber viele Gewinner mit
teilweise beeindruckenden Zuwächsen und viele Verlierer mit zum Teil
beträchtlichen Lieferrückgängen. Das Ergebnis reflektiert die
Wasserscheide zwischen florierenden Exportindustrien und
stagnierender Binnennachfrage: Spinnstoffe, Nahtlosrohre,
Kfz-Motoren, Metallbearbeitungsmaschinen, Werkzeugmaschinen, Hebe-
und Förderanlagen, Heiz- und Kühlaggregate und elektrische Maschinen
und Komponenten verzeichnen Zuwachsraten zwischen 20 und 40 Prozent.
Pharmazeutika, Spezialbleche, Scharniere und Beschläge, Motorräder,
Kfz-Teile und die meisten (relativ unbedeutenden)
Konsumgüterkategorien fallen um 15 bis 25 Prozent. Ähnlich, wenn auch
mit einer deutlichen Mehrheit auf der Gewinnerseite, ist die
Situation bei den in den USA niedergelassenen österreichischen
Unternehmen.
Für 2009 sieht der Handelsdelegierte zwar noch wenig Licht am
konjunkturellen Horizont; trotzdem ist Kesberg überzeugt, dass "Yes
we can" und klare politische Perspektiven im Tandem mit massiver
staatlicher Intervention eine für 2010 erwartet Erholung zu einer
sehr realistischen Perspektive machen. Für Österreichs
Exportwirtschaft heißt das kurzfristig durchhalten, am Ball bleiben
und dort Chancen nützen wo Amerikas Industrien beginnen sich aus der
Krise zu exportieren: Im Flugzeugbau, bei Medizintechnik, im
Telekommunikationssektor in der Papierindustrie und im
Raffineriesegment, floriert das Auslandsgeschäft der US Unternehmen
und verlässlich Lieferanten, die mit den Qualitätsanforderungen der
Weltmärkte mithalten können, sind gefragt. Langfristig erwartet
Kesberg für die USA ungebrochene Dynamik und sieht dabei Perspektiven
für eine "Re-Industrialisierung" Amerikas, "und davon kann
Österreichs Exportwirtschaft mit ihren Stärkefeldern Spezialmaschinen
und hochwertige Halbfertigprodukte nur überproportional profitieren",
so Kesberg abschließend. (BS)
Rückfragehinweis:
Dr. Christian Kesberg
Außenhandelsstelle New York
newyork@wko.at
+1 212 421 52 50
http://advantageaustria.org/us
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