- 06.11.2008, 11:06:54
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37.710 Postbus-Haltestellen im Test
ÖBB und KOBV prüfen Barrierefreiheit von Postbus-Haltestellen
Wien (OTS) - Bahn und Postbus sind das Rückgrat der Mobilität in
Österreich. Gemeinsam mit dem Kriegsopfer- und Behindertenverband
Österreich (KOBV) setzt die ÖBB-Postbus GmbH nun ein Signal für noch
mehr barrierefreie Mobilität. Alle 37.710 Postbus-Haltestellen in
ganz Österreich werden von KOBV-Funktionären auf barrierefreie
Zugänglichkeit getestet. Den Anfang machen landesweite
Haltestellen-Checks in Niederösterreich. Die Testergebnisse werden
den Ländern und Gemeinden zur Verfügung gestellt.
Barrierefreier Zugang zu allen Services ist ein wichtiges Anliegen
des ÖBB-Konzerns. Um das zu erreichen, investieren die ÖBB laufend in
Barrierefreiheit. In ländlichen Regionen ist der Postbus das Rückgrat
der Mobilität. Gerade Senioren, aber auch Menschen mit Behinderung,
nutzen in besonderem Maß die Mobilitätsangebote der ÖBB-Postbus GmbH.
Im Interesse dieser Kundengruppen haben ÖBB-Holding und ÖBB-Postbus
GmbH kürzlich gemeinsam mit dem Behindertenverband KOBV eine
Initiative für mehr Barrierefreiheit in den Regionen gestartet.
Start in Niederösterreich
Funktionäre des KOBV werden in ganz Österreich die Zugänglichkeit
aller 37.710 Postbus-Haltestellen für Rollstuhlfahrer und
gehbehinderte Menschen sowie für Blinde und Sehbehinderte erheben.
Angeleitet und unterstützt werden sie dabei von den Mitarbeiter/Innen
der KOBV Servicestelle für berufliche Integration und Gleichstellung
von Menschen mit Behinderungen, einem Projekt gefördert durch das
Bundessozialamt aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der
österreichischen Bundesregierung (Behindertenmilliarde) für Menschen
mit Behinderungen. Das ambitionierte Projekt wird in mehreren Stufen
abgewickelt und insgesamt über einen Zeitraum von fünf Jahren laufen.
Den Beginn machen Haltestellen-Checks in Niederösterreich. "Unsere
Tester orientieren sich dabei an einem Leitfaden, der Kriterien für
Barrierefreiheit erfasst. Es geht zum Beispiel darum, ob
Gehsteigkanten abgeschrägt sind, ob die Haltestellen überdacht sind
oder wegen Schotter-Belages nicht mit einem Rollstuhl befahrbar
sind", so Michael Svoboda, Präsident des KOBV.
Impuls für Barrierefreiheit in Städten und Gemeinden
Der Postbus ist in vielen Gemeinden der wichtigste Öffentliche
Verkehrsanbieter. Damit ist aber auch hohe Verantwortung für die
Mobilität vieler Kunden verbunden. Der Haltestellen-Check ist für die
ÖBB-Postbus GmbH die logische Fortsetzung ihres bisherigen
Engagements für Barrierefreiheit, wie Geschäftsführer Christian Eder
erklärt. "Wir haben in den vergangenen Jahren in Barrierefreiheit
investiert und allein im letzten Jahr 280 Niederflurbusse und
Überlandbusse mit Hebeliften angeschafft. Diese Busse können von
unseren Fahrgästen aber nur in Verbindung mit den entsprechenden
barrierefreien Haltestellen optimal genutzt werden."
Länder, Städte und Gemeinden sind für KOBV und ÖBB bei dieser
Initiative wichtige Partner, denn die meisten Postbus-Haltestellen
liegen auf Gemeinde- bzw. Landesgrundstücken. "Deshalb wollen wir die
Ergebnisse der Haltestellen-Checks unseren Partnern in den Gemeinden
und auf Landesebene präsentieren - und vielleicht auch gemeinsam
Lösungen für mehr Barrierefreiheit erarbeiten", so Reinhard Rodlauer,
ÖBB-Konzernkoordinator für Barrierefreiheit. "Schließlich wollen wir
alle den Menschen in ganz Österreich Mobilität ohne Barrieren
ermöglichen."
ÖBB: Umfassendes Engagement für Barrierefreiheit
Der ÖBB-Konzern investiert in allen Unternehmensbereichen in
Barrierefreiheit: Bis 2015 sollen Bahnhöfe mit einer Frequenz von
über 2.000 Reisenden pro Tag barrierefrei mit Liften und
Blindenleitsystemen ausgestattet werden. Schon jetzt sind im
Nahverkehr auf der Schiene täglich 2430 barrierefrei Züge unterwegs.
In der ÖBB-Postbus GmbH sind 40 % der Busflotte barrierefrei.
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die
umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund
43.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,5 Mrd. EUR ist der
ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2007
wurden von den ÖBB 447 Mio. Fahrgäste und 97 Mio. Tonnen Güter
transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die
ÖBB-Holding AG.
KOBV - Der Behindertenverband
Der KOBV-Ö ist die Dachorganisation der in allen Bundesländern
bestehenden Kriegsopfer- und Behindertenverbände. Diese sind
ihrerseits in Bezirks- und Ortsgruppen gegliedert. Der KOBV-Ö und
seine Landesverbände verfügen über fast 1.000 Ortsgruppen, in denen
rund 8.500 ehrenamtliche Funktionärinnen und Funktionäre aus dem
Kreis der Kriegsopfer und Behinderten tätig sind und zählt rund
80.000 Mitglieder. Die Vereinstätigkeit des KOBV erstreckt sich von
der Einflussnahme auf Gesetzgebung und Vollziehung auf Bundes- und
Länderebene zur Wahrung und Förderung der Interessen der Kriegsopfer
und Behinderten über die Mitarbeit in öffentlichen und
privatrechtlichen Gremien des Bundes, der Länder, der
Selbstverwaltung, etc., bis zur Beratung und Information der
Mitglieder, insbesondere in Sozialrechtsangelegenheiten und
kostenlosen Vertretung vor Ämtern, Behörden und Sozialgerichten.
Rückfragehinweis:
Mag. Karin Gruber
Pressesprecherin
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Tel.: +43 1 93000 44275
e-mail: karin.gruber@oebb.at
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