Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Weil es nicht um Ehrgeiz geht ... (von Claudia Grabner)

Ausgabe 6. November 2008

Klagenfurt (OTS) - "Yes we can." Über Monate hat sich Amerika auf den Mut eingeschworen. Auf den Mut, den Wechsel zu erlauben. Auf den Mut zur Vision. "Yes we did." Seit gestern weiß diese Welt: Amerika hat Mut bewiesen. Hat den Wechsel erlaubt. Den Wechsel zur Vision. Und damit sollte nicht die Hautfarbe gemeint sein. Nicht die Einmaligkeit, dass ein Schwarzer an der Spitze des mächtigsten Landes steht. Nein. Barack Obama steht für die Vision des freien Geistes. Dieser Geist ist es, der die Menschen verzaubert. Ein freier Geist, der "tief im Inneren spürt, dass man eine Vision hat, für die sich der Einsatz lohnt". Genau das hat der 47-jährige Obama geantwortet, als man ihn einst und lange schon zu seinen Vorstellungen vom Präsidentenamt befragte. Und er hat hinzugefügt: "Dies ist ein Amt, um das man sich nicht einfach aus Ehrgeiz bewirbt." Genau das macht sein Charisma aus. Und genau das lässt die Menschen hoffen, dass er es kann. Yes he can. Weil die anderen es nicht konnten. Jene anderen, die Politik über Ehrgeiz und Macht definieren. Und nie an Visionen denken ...

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