Caritasdirektor Landau fordert Rücknahme der Energiepreiserhöhung

Massive Probleme für einkommenschwache Haushalte - Schon 2006 mussten mehr als 300.000 Menschen in Österreich frieren

Wien, 5.11.08 (KAP) Der Wiener Caritasdirektor Msgr. Michael Landau hat am Mittwoch neuerlich die unverzügliche Rücknahme der Energiepreiserhöhung gefordert, "bevor die Temperaturen unter Null Grad fallen". Gerade einkommenschwache Haushalte würden unter der Teuerung massiv leiden, so Landau in einer Presseaussendung: "Es ist beinahe unvorstellbar, dass vielen Menschen in Österreich im Winter kalt ist, dass sie frieren. Und doch ist das tägliche Realität". Landau forderte einen speziellen Sozialtarif der Energieanbieter für einkommensarme Haushalte.

Die Energiekonzerne erhöhen im November die Preise für Strom, Gas und Fernwärme drastisch. So wird Gas etwa in Niederösterreich um 28 Prozent teurer, in Wien um 21 Prozent.

Landau weist darauf hin, dass es bereits im Jahr 2006 für mehr als 300.000 Personen in Österreich nicht möglich war, ihre Wohnung angemessen warm zu halten. Die Teuerungen der vergangenen Monate bei den grundlegenden Gütern des täglichen Bedarfs hätten diese Situation weiter verschärft. Landau: "Für die meisten Menschen in diesem Land sind die gestiegenen Lebenshaltungskosten lästig und natürlich auch unangenehm. Für immer mehr Menschen werden sie jedoch zu einem existenziellen Problem".

Der Caritasdirektor verwies in der Presseaussendung auch auf die Bemühungen des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll. Dieser hatte erst am Dienstag seine Forderung nach einer Senkung des Gaspreises erneuert und war mit EVN-Vorstand Burkhard Hofer zu einem Gespräch zusammengetroffen. Landau sprach in diesem Zusammenhang von einem "wichtigen ersten Signal". Andere Landeshauptleute und Energieanbieter sollten diesem Beispiel folgen.(ende)
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