Grünewald: Probleme mit Studiengebühren sind lösbar

Universitäten sollten eigentlich im Zeitalter der Informationstechnologie angekommen sein

Wien (OTS) - "Wenn man einigen Kritikern der Abschaffung des Studiengebühren glauben darf, scheint ihnen das berühmte Haar in der Suppe wichtiger zu sein als das ganze Menü", ärgert sich der Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald. "Es sollte Universitäten, die schließlich auch im Zeitalter der Informationstechnologie angekommen sein sollten, doch möglich sein, jene Studierenden zu erfassen, die die Mindeststudienzeit um zwei Semester überschritten haben. Studierenden ist durchaus zuzumuten, dass sie Krankenstände und Schwangerschaften, die sie von der Zahlung von Studiengebühren entlasten, den Universitäten ausreichend dokumentiert zur Verfügung stellen, was auch für Beschäftigungsverhältnisse mit Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze gelten sollten. Hier gangbare und bürokratisch bewältigbare Lösungen zu finden, sollte weder dem zuständigen Ressort noch den Universitäten unmöglich sein", erklärt Grünewald.

Verwundert zeigt sich Grünewald, dass alle begleitend im Parlament gefassten Beschlüsse, welche die finanzielle Situation der Universitäten wie Fachhochschulen in noch nie dagewesener Weise verbessern sollten, überhaupt kein Gegenstand der Debatte sind. "Wenn der Ausstieg aus den Studiengebühren mit dem völligen und additiven Ersatz dieser Einnahmensausfälle für die Universitäten verknüpft wurde, gleichzeitig auch noch die Anhebung des Universitätsbudgets auf 2% des BIP bis 2020 beschlossen wurde (was im übrigen auch Inhalt einer Regierungsinitiative 2007 war) wäre das allein schon Grund genug hier gemeinsam für die Umsetzung dieser Beschlüsse zu kämpfen. War es nicht auch ein Anliegen der Universitätenkonferenz , möglichst rasch einen Kollektivvertrag abzuschließen und zu finanzieren, der dem wissenschaftlichen Nachwuchs Perspektiven an den Unis eröffnet und was es nicht Ziel der ehemaligen Rektorenkonferenz die Betreuungsverhältnisse für Studierende zu verbessern? Weshalb kämpfen sie dann nicht dafür, dass auch diese parlamentarischen Initiativen ehest möglich Wirklichkeit werden", wundert sich Grünewald.

"Die Grünen verlangen ein Konjunkturpaket für Universitäten und Fachhochschulen und würden sich freuen, wenn dies auch von der Universitätenkonferenz eingeklagt wird, statt wie ihre Mitglieder selbst sagen, sich mit relativen Randthemen zu beschäftigen", schließt Grünewald.

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