Leitl: Europa hat endlich wieder starkes Amerika für Lösung der globalen Finanzkrise

Eindeutiges Ergebnis der Präsidentenwahl im Interesse der Wirtschaft - gute Handelsbeziehungen mit USA auch für Österreich enorm wichtig

Wien (PWK833) - "Das klare und eindeutige Ergebnis der US-Wahlen
mit dem strahlenden Sieger Barack Obama ist gut für Amerika, gut für Europa und gut für die ganze Welt. Und es ist auch im Interesse der Wirtschaft", sagte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der globalen Kammervereinigung Global Chamber Plattform.

Angesichts der globalen Finanzkrise, die immer stärker auch die Realwirtschaft nach unten zieht, brauche es eine handlungsfähige Administration in Washington, die bereit ist, anderen in der Welt die Hand zu reichen. "Jetzt gibt es auf der anderen Seite des Atlantiks endlich wieder einen starken Partner, der gerade für die Lösung der globalen Finanzkrise so enorm wichtig ist", stellte Leitl fest. Wie kaum sonst jemand verkörpere Obama, dass die Vereinigten Staaten noch immer das Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind, in dem mit Mut, Engagement und dem Willen, Probleme anzupacken, die schwierigsten Ziele zu erreichen sind: "Diese Botschaft ist angesichts von wirtschaftlichem Stillstand und steigenden Arbeitslosenzahlen besonders wichtig."

Obamas Wahlsieg müsse auch zum Anlass genommen werden, die transatlantischen Beziehungen nach den spannungsvollen Jahren der Vergangenheit wieder auf eine neue Basis zu stellen. "Die Herausforderungen der globalisierten Wirtschaftswelt können nur gelöst werden, wenn Europa und die USA an einem Strang ziehen: Wir brauchen die Amerikaner, um die WTO-Verhandlungen wieder flott zu kriegen. Wir brauchen die Amerikaner, um geeignete und wirtschaftlich ausgewogene Lösungen für den Klimaschutz zu realisieren. Und wir brauchen die Amerikaner, damit auch geopolitisch wieder Ruhe einkehrt auf der Welt", betonte Leitl.

Auch für die österreichische Wirtschaft sind florierende Handelsbeziehungen mit den USA von großer Bedeutung. Zirka 5,1 Prozent der österreichischen Ausfuhren gehen in die Vereinigten Staaten, die damit nach Deutschland und Italien der drittwichtigste Exportmarkt sind.

2008 sind die Exporte von Jänner bis Juli gegenüber den ersten sieben Monaten 2007 zwar um 6,1 % auf knapp 3,3 Milliarden Euro eingebrochen. Die rot-weiß-roten Exporteure schlugen sich trotz des schwachen Dollars und der massiven Konjunkturabkühlung aber tapferer als es auf den ersten Blick erscheinen mag, denn der Rückgang der Ausfuhren geht vor allem auf die Produktionsverlagerung von Red Bull aus Österreich in die Schweiz zurück.

Einbußen sind heuer vor allem bei Konsumgütern und im pharmazeutischen Bereich zu befürchten. In einigen Industriebranchen - etwa in der Metallindustrie oder bei Elektro- und Halbfertigprodukten - sind die Chancen jedoch nach wie vor intakt. Auch in den Bereichen Energie und Umwelttechnologien, wo auch in den USA der Druck auf Industrie und Politik steigt, sind Österreichs spezialisierte Anbieter wettbewerbsfähig.

In der Aufbruchstimmung nach den Wahlen sei zu hoffen, so Leitl abschließend, dass sich "unhappy America" schnell wieder dessen besinnt, was schon in der Vergangenheit ausschlaggebend dafür war, dass Krisen in den USA kurz waren und schnell wieder vorüber gingen:
Optimismus und "can-do-spirit". (SR)

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