Tumpel: Keine übereilte Erweiterung

AK: Übergangsfristen am Arbeitsmarkt müssen voll ausgeschöpft werden

Wien (OTS) - "Es darf keinen Druck zur vorschnellen Aufnahme von Beitrittskandidaten in die EU geben. Die Kandidatenländer müssen sich die Zeit nehmen, um ihren EU-Beitritt bestmöglich vorzubereiten", sagt Arbeiterkammer Präsident Tumpel anlässlich des Fortschrittsberichtes der EU-Kommission zu den Beitrittskandidatenländern. Vor der Entscheidung über den Beitritt weiterer Länder zur Europäischen Union muss die Integrationsfähigkeit der EU genau geprüft werden. "Man muss die Skepsis der österreichischen Bevölkerung gegenüber der europäischen Politik ernst nehmen. Weitere Beitritte dürfen das Wohlstandsgefälle in der EU nicht noch vergrößern", so Tumpel. Entscheidend für künftige Erwei-terungen müsse sein, ob die Union auf ihrem Weg zur sozialen und wirtschaftlichen Erneuerung entsprechende Fortschritte macht. Gerade angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage hat der Schutz der Arbeitsplätze in Österreich für Tumpel oberste Priorität. Erweiterungsschritte dürfen nicht zu einem Lohn- und Sozialduping führen. "Die Übergangsfristen am Arbeitsmarkt sind jetzt notwendiger denn je", so Tumpel. Er fordert im Interesse der ArbeitnehmerInnen eine volle Ausschöpfung der Übergangsfristen gegenüber den neuen Beitrittsländern.

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