Zentralmatura in Österreich - Weiterer Schritt zum Einheitsbrei, was sonst?

MKV spricht sich klar gegen eine zentralistische Reifeprüfung aus

Wien (OTS) - Ab dem Schuljahr 2013/14 soll laut Plänen von Bildungsministerin Schmied die schriftliche Reifeprüfung durch bundesweit zentralisierte Fragen vereinheitlicht werden. Der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) als größter Schüler- und Absolventenverband Österreichs spricht sich entschieden gegen diesen weiteren Schritt zum Einheitsbrei im Bildungssystem aus.

"Nach der Gesamtschule, bei der 10-14-jährige unabhängig von ihren Begabungen in ein vereinheitlichtes Schulsystem gepresst werden, setzt Ministerin Schmied den nächsten Schritt zur Uniformisierung. Durch diese Änderung können Lehrer noch weniger auf die Interessen der Schüler eingehen und werden zu Erfüllungsgehilfen einer zentralisierten Lehrplanvorgabe degradiert. Die Förderung und Entwicklung individueller Begabungen wird damit unmöglich", stellt Bundesobmann Zehetner klar.

"Wir vertrauen auf die Autonomie der Schule und die Verantwortung der Lehrer. Uns liegt die individuelle Förderung und Entwicklung des Schülers am Herzen. Dafür brauchen wir keinen bundesweiten Zentraltest", so Zehetner weiter.

Durch die Vereinheitlichung soll auch das Ausbessern einer negativen schriftlichen Note vorbei sein. Schülern ist es dann nicht mehr möglich, das Durchfallen durch eine mündliche Prüfung abzuwenden.

"Durch Nervosität und Aufregung scheitern oft auch gute Schüler an den Fragen der schriftlichen Matura. Für sie muss es auch weiterhin die Möglichkeit der mündlichen Prüfung geben. Ein mündlicher Test sagt mehr über das Wissen eines Schülers aus, als bundesweite Standardfragen", so Bundesobmann Zehetner abschließend.

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Bundesobmann DI Mag. Peter J. Zehetner
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