Zahlen und Fakten: Betreuung der Unter-Dreijährigen in Oberösterreich

LR Ackerl: "Jährlich ca. 10 neue Krabbelstuben - ÖVP will von der für sie unangenehmen Diskussion über beitragsfreien Kindergarten ablenken!"

Linz (OTS) - Der für die Angebote zur Betreuung der Unter-Dreijährigen in Oberösterreich zuständige Landesrat Josef Ackerl reagiert heute auf Kritik von Landesrat Sigl: "Ja, es stimmt, dass wir hier Aufholbedarf haben, das liegt aber am zu geringen Budget und daran, dass die ÖVP-Bürgermeister die Errichtung von Krabbelstuben vernachlässigt haben. Die Fakten belegen: Wenn es Angebote gibt, findet man sie überwiegend in den SP-geführten Gemeinden. Ich würde es daher begrüßen, wenn LR Sigl seine ÖVP-Kollegen für die Errichtung von Krabbelstuben begeistert und sich beim Landeshauptmann für eine bessere Budgetausstattung der Jugendwohlfahrt einsetzt, anstatt seine Zeit wider besseres Wissen mit entbehrlichen Zurufen zu vergeuden!" meint Ackerl.

1.683 Plätze in Krabbelstuben und Mischgruppen gibt es derzeit für die Betreuung der Unter-Dreijährigen in Oberösterreich - nebst mehr als 400 Tagesmüttern und -vätern. "Dass dies zu wenig ist, steht außer Frage, weshalb ich schon seit Jahren für einen massiven Ausbau plädiere!" so Ackerl. Mehr als ein Fünftel des Jugendwohlfahrtsbudgets 2008 (5,56 Millionen Euro von insgesamt 26,65 Millionen Euro) steht bereits für Krabbelstuben zur Verfügung; von der Gesamtsteigerung des Jugendwohlfahrtsbudgets (2,3 Millionen Euro) wurde sogar beinahe die Hälfte für Krabbelstuben veranschlagt. "Der Ausbau der Krabbelstuben ist mir also ein ernstes Anliegen - leider bin ich bei der Umsetzung dieses Vorhabens auf die Mitarbeit der Gemeinden angewiesen!" so Ackerl.

Und hier wird die Verweigerung der ÖVP, Kinderbetreuung für Unter-Dreijährige anzubieten, deutlich. "Von den bestehenden Krabbelstubenplätzen werden beinahe drei Viertel in von der SPÖ geführten Gemeinden angeboten!" so Ackerl. Noch mehr als dieser Wert, der in erster Linie auf die Statutarstädte zurückzuführen ist, belegt aber eine andere Tatsache die Verweigerungshaltung der ÖVP:
Krabbelstuben bzw. Mischgruppen für die Betreuung der Unter-Dreijährigen werden in 34 von der SPÖ, in 31 von der ÖVP und in zwei von anderen Parteien geführten Gemeinden angeboten. Umgelegt auf das Wahlergebnis aller Gemeinden bedeutet das, dass 31,4 Prozent der insgesamt 108 von der SPÖ geführten Gemeinden solche Angebote für die Unter-Dreijährigen haben, immerhin noch 15,4 Prozent der 13 von anderen Parteien geführten Gemeinden, aber nur 9,6 Prozent der 323 von der ÖVP geführten Gemeinden.
"Die Kritik, dass es zu wenig Krabbelstubenplätze gibt, besteht also zu Recht. Die Ursachen liegen aber bei der Haltung der ÖVP-Bürgermeister und beim Budget. Beides Zustände in Oberösterreich, die ich alleine nur bedingt ändern kann!" so Ackerl. "Ich hoffe daher, dass LR Sigl sich in Zukunft konstruktiver einbringt!"

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