FVMI: Bis Ende September geringe Veränderung des Mineralölverbrauchs gegenüber Vorjahr

Benzin- und Dieselverbrauch gesunken, HEL-Absatz erlebt starkes Plus

Wien (OTS) - Der Gesamtverbrauch an Mineralölprodukten (von Flüssiggas über Treib- und Brennstoffe bis hin zu Schmierstoffen und Bitumen) ergab in den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres laut Markteinschätzung des Fachverbandes der Mineralölindustrie geringe Veränderungen gegenüber der Vorjahresperiode. Der Verbrauch von Ottokraftstoffen ging um 6,5 Prozent zurück, der Dieselverbrauch um 2,6 Prozent. Das Verbrauchs-Plus bei HEL (Heizöl Extra Leicht) von 29,5 Prozent erklärt sich vor allem durch den witterungsbedingten Minderverbrauch im Vorjahr und die überproportionale Einlagerung in diesen Wochen.

Der Verbrauch von Ottokraftstoffen (Normalbenzin, Eurosuper und Super Plus) reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2008 um 6,5 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode und betrug rund 1.410.000 Tonnen oder knapp 1,9 Milliarden Liter. Davon wurde der Großteil (99,6 Prozent) über das öffentlich zugängliche Tankstellennetz an die Endverbraucher abgegeben.

Internationale Entwicklung: Normalbenzin und Eurosuper nähern sich an "Die Verringerung des Normalbenzinanteils sowie der Anstieg von Eurosuper sind auf die starke Annäherung der beiden Produktenpreise am europäischen Spotmarkt in Rotterdam zurückzuführen. Normalbenzin und Superbenzin werden z.B. am Produktenmarkt in Rotterdam getrennt gehandelt, die österreichische Mineralölindustrie hat keinen Einfluss auf diese Entwicklung", so Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des FVMI.

Der Verbrauch von Dieselkraftstoff verringerte sich in den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres um 2,6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode und betrug etwa 4.620.000 Tonnen oder rund 5,5 Milliarden Liter. 56 Prozent der Dieselmenge wurde über die rund 2.800 öffentlich zugänglichen Tankstellen vertrieben. Die restlichen 44 Prozent Dieselkraftstoff verkauften die Mineralölfirmen direkt im Großkundengeschäft, wie etwa an Transport- und Bauunternehmen oder an die öffentliche Hand.

Starkes Plus bei Heizöl Extra Leicht

Bei Heizöl Extra Leicht ergab sich mit einem Absatz von 1.265.000 Tonnen bzw. 1,5 Milliarden Litern ein deutliches Plus von 29,5 Prozent gegenüber den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres. "Dieses markante Plus ist vor allem auf den besonders milden Winter des Vorjahres und die gestiegenen Preise in der ersten Jahreshälfte 2008 zurückzuführen. Dies bedeutet, dass die Tanks der meisten Hausbesitzer nun leer waren und gefüllt werden mussten. Außerdem kam es ab August 2008 zu einer Preisentspannung am HEL-Markt", erklärt Capek.

Heizöl Leicht kam mit einem Verbrauch von 226.000 Tonnen auf einen Anstieg von 7,6 Prozent. Der gesamte Verbrauch an Mineralölprodukten betrug in den ersten drei Quartalen 2008 rund 9 Millionen Tonnen, etwa plus 1 Prozent gegenüber dem Vergleichzeitraum 2007.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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