Immer am Ball - bei jedem Wetter

Rund 11.000 Österreicher verletzten sich 2007 beim Ballsport in der Halle

Wien (OTS) - Wer bei kalten Temperaturen nicht auf Ballsport verzichten möchte, den zieht es in Sporthallen. Indoor-Sportplätze bieten Basket-, Hand-, Volley- und Fußballern auch im Herbst und Winter ideale Trainingsmöglichkeiten. Für rund 11.000 Ballsportbegeisterte endete das sportliche Vergnügen im Jahr 2007 allerdings im Krankenhaus: Sie verletzten sich so schwer, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Mehr als 80 Prozent der Verletzten waren jünger als 30 Jahre.

Hallenballsport mit den meisten Verletzungen: Fußball

Mit 54 Prozent aller Verletzten ist Fußball der Indoor-Ballsport, bei dem sich die meisten Hobbysportler Blessuren zuzogen. Ein Drittel der Hobbykicker trugen Sehnen- bzw. Muskelverletzungen davon, 31 Prozent erlitten Knochenbrüche. "Am häufigsten betrafen die Verletzungen das Knie - verursacht durch Zusammenstöße mit anderen Spielern oder eine akute Fehl- oder Überbelastung. Auch Hautabschürfungen treten oft auf, die durch Verbrennungen beim Schlittern auf Hallenböden entstehen", weiß Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Neben Hallen mit üblichen Böden gibt es mittlerweile auch Fußballhallen (Soccer Courts) mit Kunstrasenbelag und Gummigranulat. Das Spielfeld wird von ca. einen Meter hohen Banden begrenzt und nach oben hin mit Netzen umspannt. Zwar ist die Bodenbeschaffenheit in diesen speziellen Fußballhallen besser als in normalen Sporthallen - Banden und Netz sind jedoch Gefährdungsstellen: Zusammenstöße mit oder gegen die Bande oder ein Hängenbleiben am Netz können auch zu Verletzungen führen. Wird der Ball gegen die Bande geschlagen, so prallt er unkontrolliert zurück, was schmerzhafte Blessuren zur Folge haben kann.

Risikofaktor Hallenboden

Ein weiterer beliebter Indoor-Ballsport ist Volleyball. Bei dieser Sportart verletzten sich 2007 etwa 2.700 Sportler in der Halle. Ähnlich wie bei Handball (1.800 Verletzte) und Basketball (600 Verletzte) sind besonders die Gelenke der Extremitäten von Sehnen-und Muskelverletzungen betroffen. Besonders Hand- und Basketball sind Sportarten mit Zweikämpfen, durch die es zu Körperkontakt kommen kann. Stürze auf den Hallenboden sind häufig die Folge von Kollisionen oder schnellen Richtungswechseln. Beim Volleyball können Fehlauftritte nach Sprüngen zum Sturz führen. Umso wichtiger ist es, dass Hallenböden regelmäßig und sachgemäß gepflegt werden. "Ist der Boden zu rutschig oder zu stumpf, wird er zum Risikofaktor -Ausrutschen und Stolpern sind die Folge. Geeignete Reinigungs- und Pflegemittel sowie normgerechtes Reinigen der Oberfläche garantieren bestmögliche Haft- und Gleitreibungseigenschaften. Bemerken Sportler, dass die Bodeneigenschaften nicht optimal sind, sollten sie unbedingt den Hallenwart darauf aufmerksam machen", rät Dunzendorfer.

Vorbeugungsmaßnahmen reduzieren Verletzungsgefahr

Um Verletzungen in der Halle vorzubeugen, können gezielte Maßnahmen helfen. Dazu zählt einerseits ausreichendes Aufwärmen des gesamten Körpers und Training der Koordination. Andererseits helfen auch Protektoren, wie zum Beispiel Knie- und Ellenbogenschoner, das Verletzungsrisiko zu minimieren. "Unverzichtbar sind Schuhe, die speziell für Hallenböden entwickelt wurden. Sie sollen nur in der Halle getragen werden, um die Hafteigenschaften der Sohle nicht zu beeinträchtigen", sagt Dunzendorfer.

Rückfragen & Kontakt:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
www.kfv.at

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