Mölzer: Hoffnung auf Ende des aggressiven US-Weltherrschaftsstrebens nach Wahlsieg Obamas

Allerdings besteht Gefahr, daß Obama linkssozialistischen Wirtschaftskurs einschlagen könnte - deutsches und österreichisches Sozialsystem können USA als Vorbild dienen

Wien (OTS) - Nach dem klaren Wahlsieg des demokratischen
Kandidaten Barack Obama bei der Präsidentenwahl sei zu hoffen, daß die USA ihr aggressives Streben nach Weltherrschaft beenden und mehr Respekt für andere Völker und Kulturen zeigen, sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Die außenpolitische Bilanz der Bush-Regierung ist eine einzige Katastrophe, daher kann es jetzt nur besser werden. Wichtig wäre es, wenn die USA unter der kommenden Präsidentschaft Obamas Europa nicht als Vasallen und Helfershelfer betrachten, sondern als gleichberechtigten Partner", fügte Mölzer hinzu.

Allerdings warnte der freiheitliche EU-Mandatar, der in der Vorwoche verschiedene, den Republikanern nahestehende "Think Tanks" in Washington besucht und sich auch mit republikanischen Kongreßabgeordneten getroffen hatte, die Europäer davor, übertriebene Erwartungen in Obama zu setzen. "Obama ist nicht der Wunderwuzzi, für den ihn viele Europäer halten. Vor allem wäre es ein Irrtum zu glauben, daß ein Präsident Obama ausschließlich europäische Interessen vertreten wird. Es ist gut möglich, daß bald so mancher eine Enttäuschung erleben wird", betonte Mölzer.

Weiters wies Mölzer darauf hin, daß in den USA unter Obama das wirtschaftspolitische Pendel nach dem Turbo-Kapitalismus der Bush-Ära, dessen Scheitern sich in der gegenwärtigen weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise manifestiere, ins andere Extrem ausschlagen könnte. "Es ist möglich, daß Obama einen linken Weg einschlagen und mit einer Art Staatskapitalismus versuchen wird, die USA aus der Krise zu führen. Ob das zielführend wäre, darf bezweifelt werden, und ein allfälliger Linksrutsch, vor allem in gesellschaftspolitischen Fragen, ist entschieden abzulehnen", meinte der freiheitliche Europaparlamentarier.

In diesem Zusammenhang erklärte Mölzer, daß für die USA wie auch für Obama Europa in vielerlei Hinsicht als Vorbild dienen könne. "Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten haben die meisten EU-Staaten ein hervorragendes Sozialsystem. Und hier kann vor allem das bundesdeutsche und das österreichische Sozialsystem mit seiner sozial kontrollierten Marktwirtschaft als Vorbild dienen", schloß Mölzer.

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