Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Ernüchternde gordische Knoten (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 5. November 2008

Klagenfurt (OTS) - Exorbitante Erwartungen knüpften sich an die amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Sie spiegelten sich nicht nur in den langen Warteschlangen vor den Wahllokalen, sondern auch im internationalen Interesse am Ergebnis des Urnengangs. Überzogene Hoffnungen dürften wohl bald einer gewissen Ernüchterung weichen. Zwar liefert ein Vorgänger wie George W. Bush reichlich Raum, sich positiv vom Vergangenen abzugrenzen, zugleich hinterlässt er eine Reihe gordischer Knoten, deren Lösung mehr als ein unbelastetes Image erfordern werden.

Stillstand statt Reformen prägt das Bild der US-Innenpolitik, außenpolitisch kratzen lähmende internationale Konflikte am Anspruch der Vereinigten Staaten, als "Weltpolizei" zu fungieren. Die Aufbruchstimmung und Dynamik der Wahlbewegung vor dem Hintergrund einer weltumspannenden Finanzkrise in den politischen Alltag hineinzuretten, das stellt den "Neuen" im Weißen Haus vor gewaltige Herausforderungen. Seine Spielräume sind begrenzt.

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