"Lange Nacht der Forschung": Hochkarätige Diskussion im Stephansdom

Dompfarrer Anton Faber diskutiert am 8. November mit dem Genetiker Markus Hengstschläger und dem Moraltheologen Matthias Beck über die Vision vom "unendlichen Leben"

Wien, 4.11.08 (KAP) Im Rahmen der "Langen Nacht der Forschung" vom 8. auf den 9. November wird auch der Wiener Stephansdom zu einem Ort des wissenschaftlichen Diskurses. Unter dem Titel "Wollen Sie wirklich so alt werden, wie sie aussehen?" diskutiert Dompfarrer Anton Faber mit dem Genetiker Prof. Markus Hengstschläger und dem Wiener Mediziner und Moraltheologen Prof. Matthias Beck ab 20.30 Uhr im Stephansdom über die jüngsten Entwicklungen in der Biomedizin, die dem Menschen eine nahezu unbeschränkte Ausdehnung seiner Lebenszeit in Aussicht stellt.

Grundlage der Diskussion ist ein Kurzvortrag von Prof. Hengstschläger über sein unlängst erschienenes Buch "Endlich unendlich. Und wie alt wollen Sie werden?" Laut Hengstschläger erlebt die Gesellschaft derzeit einen "revolutionären Paradigmenwechsel" im Blick auf die Ausdehnung der persönlichen Lebenszeit, dessen gesellschaftliche Folgen jedoch noch nicht ausreichend in den Blick gekommen seien. Zwar spreche derzeit nichts dafür, dass die Vision "unendlichen Lebens" irgendwann Wirklichkeit werden könnte, so Hengstschläger. Die bisherige wissenschaftliche Annahme, dass es eine Höchstlebensdauer des Menschen gebe, bedürfe jedoch einer Korrektur.

Der bekannte Wissenschaftler leitet seit 2005 die Abteilung für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien. Seinen gegenwärtigen Forschungsschwerpunkt bildet die Grundlagenwissenschaft und Routinediagnostik im Bereich der medizinischen Genetik.

Prof. Matthias Beck lehrt am Institut für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er forscht vor allem im Bereich Medizinethik.

Die "Lange Nacht der Forschung" findet heuer parallel in Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg, Wien und Wiener Neustadt statt. Insgesamt beteiligen sich Forschungsstätten an 76 Standorten an der "Langen Nacht", in der sich Wissenschaft und Forschung einer breiten Öffentlichkeit präsentieren sollen. Weitere Informationen im Internet: "www.langenachtderforschung.at". (ende)
K200809977
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0005