Stadt Wien pflegt und erhält sakrale Kulturschätze

Wien (OTS) - Viele wunderschöne historische Kirchen und Kapellen prägen das Bild unserer Stadt und sind Teil des unschätzbaren Kulturerbes Wiens. Rund 50 Prozent der Mittel des Altstadterhaltungsfond der MA 7 - Kulturabteilung der Stadt Wien, Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft, kommen der Restaurierung von Sakralbauten zugute. Eine ganze Reihe von Kirchenbauten wird zudem von der MA 34, Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung, betreut.
"Neben der Kulturabteilung der Stadt Wien leistet auch die Magistratsabteilung 34 - Bau- und Gebäudemanagement, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt einzigartiger kirchlicher Kulturschätze", betonte Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig bei seiner Rede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "500 Jahre Paramente und Vasa sacra" im Stephansdom, die er gemeinsam mit Weihbischof DDr. Helmut Krätzl gestern Abend vornahm.****

Anlass für die Ausstellung "500 Jahre Paramente und Vasa sacra", bei der kunstvolle Messgewänder und -kelche seit dem 16. Jahrhundert gezeigt werden, ist die, von der Stadtarchäologie Wien veranstaltete, 13. Internationale Tagung zum Thema "Kulturelles Erbe und Neue Technologien" vom 3. bis 5. November 2008 im Wiener Rathaus. Denn die Aufbewahrung und Erhaltung der liturgischen Kleider und Geräte, die neben dem ideellen auch großen materiellen Wert sowie historische und kulturelle Bedeutung besitzen, stellt die Verantwortlichen in den Museen und Konservatoraten vor große Herausforderungen. Im Rahmen der Tagung werden alle wichtigen Themenkreise - von der möglichst schonenden Restaurierung und elektronischen Erfassung der Kunstschätze bis zum Schutz vor Diebstahl und Vandalismus -behandelt.

"Die sachgemäße Pflege und Restaurierung von Kirchengütern stellt auch für unsere Expertinnen und Experten eine Herausforderung dar, der sie sich mit höchster Sorgfalt und Kompetenz widmen. Neben der ständigen Weiterbildung der mit Kulturschätzen befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen wir höchstes Augenmerk darauf, dass bei heiklen Aufgaben, wie etwa der Restaurierung einer historischen Kapelle, die besten heimischen Fachleute, beispielsweise im Bereich des Kunsthandwerks, hinzugezogen werden", erklärte Ludwig bei seiner Eröffnungsrede für die Ausstellung, die auf der Westempore des Stephansdoms zu besichtigen ist.

Kirchen und Kapellen in Betreuung der MA 34

In die Kompetenz der MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement fallen 16 Kapellen in ganz Wien. Daneben betreut die Magistratsabteilung neun Kirchen, die jedoch nicht im Besitz der Stadt Wien stehen. Im Einvernehmen mit dem Bauamt der Erzdiözese Wien sorgt die MA 34 dennoch für die Instandhaltung und technische Betreuung. Auch die Befundung der Kirchen und Kapellen obliegt der MA 34.
Zu den Kirchen und Kapellen, die sich in der Verantwortung der MA 34 befinden, zählen u.a. die Salvatorkirche im 1. Bezirk, die Hundsturm-Kapelle im 5. Bezirk, die Grabkapelle im 16. Bezirk und die Johannes von Nepomuk-Kapelle und die Kirche "St. Leopold" im 2. Bezirk. Erst im vergangenen Jahr wurde die aufwändige Restaurierung der Hundsturm-Kapelle im 5. Bezirk fertig gestellt. Im Zuge der siebenjährigen Renovierung des barocken Kirchenbaus wurde das Dach der Kapelle - teils mit den originalen Dachziegeln - neueingedeckt, sowie die Fassade erneuert. Um den Eingangsbereich vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen, errichtete die MA 34 ein Stahlglasportal. Im Inneren der Kapelle wurden die darin befindlichen Kunstgegenstände - dazu zählen vor allem das Deckenfresko des bekannten Barockmalers Anton Maulbertsch (1724 - 1796) sowie die Statue des Johannes von Nepomuk in Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt restauriert. Die Gesamtkosten der Restaurierung beliefen sich auf rund 290.000 Euro.
Durchschnittlich investiert die MA 34 rund 100.000 Euro jährlich in die Erhaltung der von ihr betreuten Kapellen und Kirchen.

Wien investiert viel Geld in die Erhaltung seiner Sakralbauten

Der Altstadterhaltungsfond wurde Anfang der 70er Jahre gegründet. Seit seinem Bestehen wurde die Restaurierung von ca. 4.200 Objekten mit einer Summe von mehr als 214 Millionen Euro unterstützt. Gefördert werden laut Statuten die "stadtbildpflegerischen Mehrkosten" von denkmalgeschützten Objekten und Objekten in Schutzzonen. Im Schnitt fließen rund 50 Prozent des jährlichen Budgets des Altstadterhaltungsfond der MA 7 - Kulturabteilung der Stadt Wien, in die Restaurierung von Sakralbauten. Die Pfarrkirche Altlerchenfeld, ein Initialbau des Historismus, und die Kirche Alser Vorstadt können sich über stattliche Zuwendungen freuen, ebenso wie die Pfarrkirche St. Josef am Karmeliterplatz und die Votivkirche.

Die Ausstellung

Die Ausstellung "500 Jahre Paramente und Vasa sacra" ist noch bis 30. Januar 2009 (8.11. und Sonn- und Feiertage geschlossen), auf der Westempore des Stephansdoms zu besichtigen. Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

o Nähere Informationen Ausstellung "500 Jahre Paramente und Vasa sacra" : Erzdiözese Wien, Referat für kirchliche Kunst und Denkmalpflege, Tel.: 515 52-3429 o 13. Internationale Tagung "Kulturelles Erbe und Neue Technologien": Museen der Stadt Wien - Stadtarchäologie, Mag. Wolfgang Börner, Tel.: 4000-81176, Internet: http://www.stadtarchaeologie.at

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