• 04.11.2008, 14:47:03
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Stadt Wien pflegt und erhält sakrale Kulturschätze

Wien (OTS) - Viele wunderschöne historische Kirchen und Kapellen
prägen das Bild unserer Stadt und sind Teil des unschätzbaren
Kulturerbes Wiens. Rund 50 Prozent der Mittel des
Altstadterhaltungsfond der MA 7 - Kulturabteilung der Stadt Wien,
Geschäftsgruppe Kultur und Wissenschaft, kommen der Restaurierung von
Sakralbauten zugute. Eine ganze Reihe von Kirchenbauten wird zudem
von der MA 34, Geschäftsgruppe Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung,
betreut.
"Neben der Kulturabteilung der Stadt Wien leistet auch die
Magistratsabteilung 34 - Bau- und Gebäudemanagement, einen wichtigen
Beitrag zum Erhalt einzigartiger kirchlicher Kulturschätze", betonte
Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig bei seiner Rede anlässlich der
Eröffnung der Ausstellung "500 Jahre Paramente und Vasa sacra" im
Stephansdom, die er gemeinsam mit Weihbischof DDr. Helmut Krätzl
gestern Abend vornahm.****

Anlass für die Ausstellung "500 Jahre Paramente und Vasa sacra",
bei der kunstvolle Messgewänder und -kelche seit dem 16. Jahrhundert
gezeigt werden, ist die, von der Stadtarchäologie Wien veranstaltete,
13. Internationale Tagung zum Thema "Kulturelles Erbe und Neue
Technologien" vom 3. bis 5. November 2008 im Wiener Rathaus. Denn die
Aufbewahrung und Erhaltung der liturgischen Kleider und Geräte, die
neben dem ideellen auch großen materiellen Wert sowie historische und
kulturelle Bedeutung besitzen, stellt die Verantwortlichen in den
Museen und Konservatoraten vor große Herausforderungen. Im Rahmen der
Tagung werden alle wichtigen Themenkreise - von der möglichst
schonenden Restaurierung und elektronischen Erfassung der
Kunstschätze bis zum Schutz vor Diebstahl und Vandalismus -
behandelt.

"Die sachgemäße Pflege und Restaurierung von Kirchengütern
stellt auch für unsere Expertinnen und Experten eine Herausforderung
dar, der sie sich mit höchster Sorgfalt und Kompetenz widmen. Neben
der ständigen Weiterbildung der mit Kulturschätzen befassten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen wir höchstes Augenmerk darauf,
dass bei heiklen Aufgaben, wie etwa der Restaurierung einer
historischen Kapelle, die besten heimischen Fachleute, beispielsweise
im Bereich des Kunsthandwerks, hinzugezogen werden", erklärte Ludwig
bei seiner Eröffnungsrede für die Ausstellung, die auf der Westempore
des Stephansdoms zu besichtigen ist.

Kirchen und Kapellen in Betreuung der MA 34

In die Kompetenz der MA 34 - Bau- und Gebäudemanagement fallen
16 Kapellen in ganz Wien. Daneben betreut die Magistratsabteilung
neun Kirchen, die jedoch nicht im Besitz der Stadt Wien stehen. Im
Einvernehmen mit dem Bauamt der Erzdiözese Wien sorgt die MA 34
dennoch für die Instandhaltung und technische Betreuung. Auch die
Befundung der Kirchen und Kapellen obliegt der MA 34.
Zu den Kirchen und Kapellen, die sich in der Verantwortung der MA 34
befinden, zählen u.a. die Salvatorkirche im 1. Bezirk, die
Hundsturm-Kapelle im 5. Bezirk, die Grabkapelle im 16. Bezirk und die
Johannes von Nepomuk-Kapelle und die Kirche "St. Leopold" im 2.
Bezirk. Erst im vergangenen Jahr wurde die aufwändige Restaurierung
der Hundsturm-Kapelle im 5. Bezirk fertig gestellt. Im Zuge der
siebenjährigen Renovierung des barocken Kirchenbaus wurde das Dach
der Kapelle - teils mit den originalen Dachziegeln - neueingedeckt,
sowie die Fassade erneuert. Um den Eingangsbereich vor schädlichen
Umwelteinflüssen zu schützen, errichtete die MA 34 ein
Stahlglasportal. Im Inneren der Kapelle wurden die darin befindlichen
Kunstgegenstände - dazu zählen vor allem das Deckenfresko des
bekannten Barockmalers Anton Maulbertsch (1724 - 1796) sowie die
Statue des Johannes von Nepomuk in Kooperation mit dem
Bundesdenkmalamt restauriert. Die Gesamtkosten der Restaurierung
beliefen sich auf rund 290.000 Euro.
Durchschnittlich investiert die MA 34 rund 100.000 Euro jährlich in
die Erhaltung der von ihr betreuten Kapellen und Kirchen.

Wien investiert viel Geld in die Erhaltung seiner Sakralbauten

Der Altstadterhaltungsfond wurde Anfang der 70er Jahre
gegründet. Seit seinem Bestehen wurde die Restaurierung von ca. 4.200
Objekten mit einer Summe von mehr als 214 Millionen Euro unterstützt.
Gefördert werden laut Statuten die "stadtbildpflegerischen
Mehrkosten" von denkmalgeschützten Objekten und Objekten in
Schutzzonen. Im Schnitt fließen rund 50 Prozent des jährlichen
Budgets des Altstadterhaltungsfond der MA 7 - Kulturabteilung der
Stadt Wien, in die Restaurierung von Sakralbauten. Die Pfarrkirche
Altlerchenfeld, ein Initialbau des Historismus, und die Kirche Alser
Vorstadt können sich über stattliche Zuwendungen freuen, ebenso wie
die Pfarrkirche St. Josef am Karmeliterplatz und die Votivkirche.

Die Ausstellung

Die Ausstellung "500 Jahre Paramente und Vasa sacra" ist noch
bis 30. Januar 2009 (8.11. und Sonn- und Feiertage geschlossen), auf
der Westempore des Stephansdoms zu besichtigen. Öffnungszeiten: Mo.
bis Sa. 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

o Nähere Informationen                                               
  Ausstellung "500 Jahre Paramente und Vasa sacra" :                 
  Erzdiözese Wien, Referat für kirchliche Kunst und Denkmalpflege,   
  Tel.: 515 52-3429                                                  

o 13. Internationale Tagung "Kulturelles Erbe und Neue               
  Technologien":                                                     
  Museen der Stadt Wien - Stadtarchäologie, Mag. Wolfgang Börner,    
  Tel.: 4000-81176, Internet: http://www.stadtarchaeologie.at

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) da

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Christiane Daxböck
Mediensprecherin StR. Dr. Michael Ludwig
Telefon: 01 4000-81869
E-Mail: christiane.daxboeck@wien.gv.at

Dr. Renate Rapf
Mediensprecherin StR. Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Telefon: 01 4000-81175
E-Mail: renate.rapf@wien.gv.at

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