KURIER: Josef Pröll will Teile der Steuerreform vorziehen

"Wir werden an zusätzlichen Schulden nicht vorbeikommen"

Wien (OTS) - Vor der nächsten großen Runde der Koalitionsverhandlungen am Donnerstag lässt ÖVP-Chef Josef Pröll im KURIER-Interview (Mittwoch-Ausgabe) mit zwei Aussagen aufhorchen: Er kann sich ein Vorziehen der Lohn- und Einkommensteuersenkung auf 2009 vorstellen. Und die ÖVP sei bereit, angesichts der außergewöhnlichen Situation Geld in die Hand zu nehmen und "im Ausnahmefall" bei besonderen Investitionen die Defizit-Grenze (Maastricht) von drei Prozent zu überschreiten. Als Beispiel nennt Pröll das notwenige Konjunkturpaket oder die Steuerentlastung, deren Umfang er nach wie vor bei 2,7 Milliarden Euro sieht. "Es gelten jetzt andere Maßstäbe als in Zeiten des Aufschwungs", sagt der Minister, "wir werden an zusätzlichen Schulden nicht vorbei kommen". Eine Defizit-Überschreitung dürfe aber nur "knapp" ausfallen, weil Neuverschuldung von heute auch Arbeitslosigkeit von morgen heiße.

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