Korun zu Zuwanderung: Offene gesellschaftliche Diskussion notwendig

Grüne: Konzept von IV und Wirtschaftskammer leider stark lückenhaft

Wien (OTS) - "Mit der Einsicht, dass die Einwanderungs- und Integrationspolitik in Österreich gründlich überdacht und geändert gehört, haben Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer Recht. Und es ist lobend anzuerkennen, dass sie die längst ausständige gesellschaftliche Diskussion über diese Themen führen wollen. Allerdings sieht ihr heute präsentiertes Zuwanderungskonzept - neben einigen positiven Überlegungen - für weite Teile der Erwerbsarbeit von AusländerInnen leider keine Antworten vor", kommentiert die Migrationssprecherin der Grünen, Alev Korun, das Zuwanderungspapier.

"80 Prozent der jährlichen Einwanderung nach Österreich macht die Familienzusammenführung aus. Wer sich über die Frage der qualifizierten Arbeitskräfte den Kopf zerbricht, darf an der Frage der (Nach-)Qualifizierung dieser Familienangehörigen - und anderer bereits legal in Österreich lebender AusländerInnen - nicht vorbei gehen. Vor allem die Masse von rechtlosen Kurzbeschäftigungen, Stichwort ´Saisonniers´, wird vom IV-WK-Papier nicht angerührt und es soll der rechtlose Zustand dieser Menschen fortgesetzt werden. Verwunderlich ist auch, dass die beiden Arbeitgeberorganisationen die Gruppe von Menschen, die ein Bleiberecht brauchen und hier beschäftigt und qualifiziert sind, völlig vergessen haben", merkt Korun an. "Österreich braucht ein transparentes Einwanderungssystem und begleitende Integrationsmaßnahmen dazu. Allerdings sollte in der Debatte nicht verloren gehen, dass gleiche soziale Bedingungen für eine geglückte Integration notwendig sind", schließt Korun.

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