Transportsicherheitstage 2008: Verkehrswirtschaft verlangt einheitliche Kontrollstandards

Römer und Bollmann: "Mit richtiger Ladungssicherung zu mehr Kundenzufriedenheit und Sicherheit auf den Straßen"

Wien (PWK828) - "Gütertransporte auf der Straße sind eine wesentliche Säule zunehmend komplexer Transportvorgänge und Logistiksysteme. Eine ordnungsgemäße Ladungssicherung fördert dabei die Sicherheit der Fahrzeuglenker sowie anderer Straßenverkehrsteilnehmer und erhöht letztlich die Kundenzufriedenheit, weil Waren unbeschädigt und damit pünktlich angeliefert werden können. Zu einem höherem Verantwortungsbewusstsein haben mittlerweile auch drei Transportsicherheitstage mit dem integrierten Österreichischen Ladungssicherungstag beigetragen", erkennen KommRat Renate Römer, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich und KommRat Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr, eine steigende Sensibilisierung bei den Unternehmen.

"Die Unternehmen signalisieren Bereitschaft, das Fachwissen ihres Personals permanent zu verbessern, indem sie ihre Lenker und Versandverantwortlichen intern schulen oder zu Fahrschulen, WIFIs oder sonstigen Kursanbietern entsenden," freuen sich Römer und Bollmann über das steigende Ausbildungsangebot zum Thema Ladungssicherung. "Ein hoher Wissenstand ist die beste Vorsorge gegen eine Vormerkung im Führerscheinregister."

Es genüge jedoch nicht, nur die Informationsdefizite bei den Unternehmen zu beseitigen. Auch Polizeibeamte müssten gemäß "best practice" geschult werden, um die Effizienz von Kontrollen sicherzustellen. "Wir fordern einheitliche Kontrollstandards bei der Ladungssicherung. Die Handlungen der Exekutive müssen berechenbar, transparent und nachvollziehbar sein. Die Polizei sollte bei Kleinigkeiten ohne Sicherheitsrelevanz beraten und erst bei höherem Gefahrenausmaß mit Sanktionen vorgehen. Die Wirtschaft ist zum intensiven Experten-Dialog mit den Behörden über praxisnahes Vorgehen bereit", so die beiden WKÖ-Eröffnungsredner anlässlich der heute, Dienstag, im Eventhotel Pyramide in Vösendorf eröffneten Transportsicherheitstage 2008.

"Ladungssicherung kostet Zeit und Geld. Sie trägt zur Schadensminimierung bei und rechnet sich aufgrund entfallender Folgekosten für Ladegutbeschädigung und Unfälle", fordern Römer und Bollmann nicht nur von Lenkern und Transporteuren eine hohes Sicherheitsbewusstsein, sondern auch von den Versendern der Güter. Den Verladungsverantwortlichen komme eine Schlüsselposition bei der Ladungssicherung zu. Indem sie Verladeanweisungen (Sicherungsverfahren) für Fahrzeuge an der Rampe erstellen und den Lenkern die Verwendung von Sicherungsmitteln (z. B. Zurrgurten mit Ratschen, Antirutschmatten) vorschreiben, bestimmen sie die Sicherheitsstandards jedes Beförderungsvorgangs wesentlich mit. (hp)

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