BZÖ-Widmann: Österreicher wollen laut Umfrage raus aus EURATOM-Vertrag

Regierung soll rasch handeln - Millionen besser im eigenen Land investieren - Offensive für Erneuerbare Energien

Wien (OTS) - Anlässlich des 30. Jahrestages der Abstimmung gegen das Atomkraftwerk in Zwentendorf fordert BZÖ- Energiesprecher Abg. Mag. Rainer Widmann erneut "eine Absage an die derzeitige europäische Atompolitik." Die neuesten Umfragen dokumentieren diese negative Einstellung zum EURATOM-Vertrag. Deshalb ist es laut Widmann höchste Zeit, dass "die Bundesregierung mit Brüssel in Verhandlungen über den Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag eintritt." Die freiwerdenden Mittel sollen für eine Offensive für erneuerbare Energien und Energieeffizienztechnologien verwendet werden.

Derzeit zahlt Österreich rund 40 Mio. Euro jährlich an Förderungen der mächtigen europäischen Atomindustrie; die Summe könnte sich in den nächsten Jahren bis auf 120 Mio. erhöhen, warnt der BZÖ-Energiesprecher. "Angesichts der nun erhobenen massiven Antiatom-Einstellung von mehr als drei Viertel der österreichischen Bevölkerung muss damit Schluss sein", fordert Widmann.

"Statt österreichische Steuermillionen an die europäische Atomindustrie zu verfüttern", so Widmann, sollten diese Mittel den Bundesländern zur Verstärkung ihrer regionalen Programme für erneuerbare Energien und Energieeffizienztechnologien zukommen. Diese Investitionen hätten laut BZÖ auch einen positiven Effekt für die momentan nötige Konjunkturbelebung.

Nach dem Bevölkerungsschlüssel aufgeteilt, erhielte etwa für Oberösterreich zwischen 6,8 Mio. und 20 Mio. Euro jährlich. Widmann:
"Damit kann man eine Großoffensive für nachhaltige Energienutzung auf die Beine stellen, da diese Mittel jährlich zur Verfügung stünden."

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