Mölzer: Auch Gehälter von Bankmanagern müssen bei EU-Finanzministertreffen ein Thema sein

Für Begrenzung auf 500.000 Euro jährlich bei Inanspruchnahme von Staatshilfe - Wirtschaftskrise darf kein Anlass sein, um EU noch mehr zu zentralisieren

Wien (OTS) - Wenn heute die EU-Finanzminister in Brüssel über eine Reform der internationalen Finanzmärkte beraten, dann sollten auch die Gehälter jener Bankmanager, deren Institute staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, ein Thema sein, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Hier erscheint eine Obergrenze von 500.000 Euro jährlich, wie es in Deutschland der Fall ist, als gerechtfertigt. Denn es ist nicht einzusehen, dass Banker wie der Herr Treichl von der Erste Bank oder andere Bankmanager eine Staatshaftung in Milliardenhöhe in Anspruch nehmen, für die im Fall des Falles die Steuerzahler aufkommen müssen, und gleichzeitig ein Gehalt in Millionenhöhe beziehen", erklärte Mölzer, der darauf hinwies, dass es in dieser Angelegenheit nicht um das Schüren von Neid gehe, sondern um die Vermeidung einer Schieflage bei den Gehältern von Bankmanagern.

Weiters meinte der freiheitliche EU-Mandatar, dass die Wirtschafts-und Finanzkrise nicht zum Anlass für eine weitere Zentralisierung der EU genommen dürfe. "Wo es sinnvoll ist, sollten die EU-Staaten so eng wie möglich zusammenarbeiten und mit einer Stimme sprechen, wie etwa beim bevorstehenden Weltfinanzgipfel, um die Interessen Europas so gut wie möglich zu vertreten. Weil aber jedes EU-Land unterschiedlich hart von der Wirtschaftskrise getroffen wird, sollen die Nationalstaaten bei den zu treffenden Gegenmaßnahmen die größtmögliche Freiheit haben. Denn die Nationalstaaten und nicht die Brüsseler Zentrale wissen, was für die jeweilige Volkswirtschaft am besten ist", schloß Mölzer.

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