Die Siemens-PSE braucht ein Zukunftskonzept

GPA-djp unterstützt Protestaktion des Betriebsrates am kommenden Donnerstag

Wien (GPA-djp) - "Da offenbar die Konzernzentrale von Siemens in München die Kommunikationstechnik nicht mehr als ihr Kerngeschäft betrachtet, sollen die Beschäftigten der Siemens-PSE in Österreich, die bislang höchst erfolgreich für das Unternehmen gearbeitet haben, im Regen stehen gelassen werden. Das Schicksal dieser Beschäftigten und ihrer Familien darf dem Konzernchef Peter Löscher nicht egal sein. Wir fordern daher vom Management ein klares Zukunftskonzept für die Siemens-PSE", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Karl Proyer im Vorfeld einer Protestaktion des Betriebsrates der Siemens-PSE am kommenden Donnerstag in Wien.++++

Die Siemens-PSE hat eine 40 jährige Erfolgsgeschichte hinter sich und entwickelte sich zum größten Software-Entwickler in Österreich. Derzeit sind in Österreich etwa 2.400 höchst qualifizierte Personen beschäftigt. "Die Zukunft dieses Unternehmens ist auch für die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien von großer Bedeutung. Für die Wiedererlangung einer Dynamik in der österreichischen Wirtschaft in Zeiten der Stagnation sind gerade hochwertige Arbeitsplätze im IKT-Bereich enorm wichtig. Wir erwarten deshalb vom Management des Stammhauses als auch dem österreichischen Management die Entwicklung eines Zukunftsszenarios für das Unternehmen und die Sicherung der Arbeitsplätze. Es ist ein Gebot der Fairness, dass im Falle des Wegfalles eines Geschäftsfeldes aufgrund von Konzernentscheidungen dem Unternehmen ein Übergangszeitraum eingeräumt wird, um neue Felder im Bereich Forschung und Entwicklung zu erschließen. Im Übrigen nehmen wir mit Wohlwollen zur Kenntnis, dass vom Konzernsprecher die Existenz einer so genannten Blacklist dementiert wird. Wir sehen das als ersten Schritt zu einer vernünftigen Lösung im Sinne der Beschäftigten", so Proyer

Die GPA-djp unterstützt die Protestaktion der Beschäftigten der Siemens-PSE am kommenden Donnerstag in Floridsdorf. Der "Marsch für die Zukunft der Siemens-PSE" startet um 14 Uhr am Franz Jonas Platz und führt zum Betriebsgelände der Siemens AG in Floridsdorf.

ÖGB, 4. November 2008 Nr. 633

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