- 04.11.2008, 11:16:12
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Die Siemens-PSE braucht ein Zukunftskonzept
GPA-djp unterstützt Protestaktion des Betriebsrates am kommenden Donnerstag
Wien (GPA-djp) - "Da offenbar die Konzernzentrale von Siemens in
München die Kommunikationstechnik nicht mehr als ihr Kerngeschäft
betrachtet, sollen die Beschäftigten der Siemens-PSE in Österreich,
die bislang höchst erfolgreich für das Unternehmen gearbeitet haben,
im Regen stehen gelassen werden. Das Schicksal dieser Beschäftigten
und ihrer Familien darf dem Konzernchef Peter Löscher nicht egal
sein. Wir fordern daher vom Management ein klares Zukunftskonzept für
die Siemens-PSE", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der
Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier
(GPA-djp), Karl Proyer im Vorfeld einer Protestaktion des
Betriebsrates der Siemens-PSE am kommenden Donnerstag in Wien.++++
Die Siemens-PSE hat eine 40 jährige Erfolgsgeschichte hinter sich
und entwickelte sich zum größten Software-Entwickler in Österreich.
Derzeit sind in Österreich etwa 2.400 höchst qualifizierte Personen
beschäftigt. "Die Zukunft dieses Unternehmens ist auch für die
Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien von großer
Bedeutung. Für die Wiedererlangung einer Dynamik in der
österreichischen Wirtschaft in Zeiten der Stagnation sind gerade
hochwertige Arbeitsplätze im IKT-Bereich enorm wichtig. Wir erwarten
deshalb vom Management des Stammhauses als auch dem österreichischen
Management die Entwicklung eines Zukunftsszenarios für das
Unternehmen und die Sicherung der Arbeitsplätze. Es ist ein Gebot der
Fairness, dass im Falle des Wegfalles eines Geschäftsfeldes aufgrund
von Konzernentscheidungen dem Unternehmen ein Übergangszeitraum
eingeräumt wird, um neue Felder im Bereich Forschung und Entwicklung
zu erschließen. Im Übrigen nehmen wir mit Wohlwollen zur Kenntnis,
dass vom Konzernsprecher die Existenz einer so genannten Blacklist
dementiert wird. Wir sehen das als ersten Schritt zu einer
vernünftigen Lösung im Sinne der Beschäftigten", so Proyer
Die GPA-djp unterstützt die Protestaktion der Beschäftigten der
Siemens-PSE am kommenden Donnerstag in Floridsdorf. Der "Marsch für
die Zukunft der Siemens-PSE" startet um 14 Uhr am Franz Jonas Platz
und führt zum Betriebsgelände der Siemens AG in Floridsdorf.
ÖGB, 4. November 2008 Nr. 633
Rückfragehinweis:
GPA-djp Mag. Martin Panholzer Tel.: 05 0301-21511 Mobil: 05 0301-61511 E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at http://www.gpa-djp.at
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