- 04.11.2008, 11:08:17
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Journalismus darf nicht Ausbeutung werden
Stand-up for Journalism Day 2008: Praktikanten und Freie als Problemfelder
Wien (GPA-djp) - Praktikantinnen und Praktikanten leisten in
Österreich oft unbezahlte oder schlecht bezahlte Arbeit, um die im
Zuge von Journalismus-Lehrgängen vorgeschriebenen Praktika ableisten
zu können. Dabei gibt es nur in der Hälfte aller Unternehmen
Ausbildungsverantwortliche, die sich gezielt um die Bedürfnisse der
Praktikantinnen und Praktikanten bemühen. Dies zeigt eine von der
Gesellschaft für Publizistik und Medienforschung und der Gewerkschaft
der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier in Auftrag
gegebene Studie, die anlässlich des "Stand-up day 2008" morgen,
Mittwoch, um 18 Uhr im Presseclub Concordia präsentiert wird. ++++
"Zwar gibt es seit zwei Jahren eine kollektivvertragliche
Vereinbarung, dass Praktika zu entlohnen sind, doch immer wieder
beschweren sich Studentinnen und Studenten, dass sich Verlage nicht
an die Vereinbarungen halten", kritisiert Franz C. Bauer,
Vorsitzender der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp.
Immer drängender würden allerdings auch die Probleme der "Freien".
"Zahlreiche Verlage beschäftigen Kolleginnen und Kollegen jahrelang
als freie Mitarbeiter, obwohl deren Tätigkeit in allen Details einem
normalen Anstellungsverhältnis entspricht", so Bauer, der diese
Praktiken als "Ausbeutung und Sozialbetrug" geißelt. An der
Tagesordnung seien in Redaktionen auch fortgesetzte Übertretungen der
gesetzlichen und kollektivvertraglichen Arbeitszeiten.
Mit dem Stand up for Journalism Day, der jährlich am 5. November
stattfindet, machen Journalistengewerkschaften weltweit auf sich
verändernde Arbeitsbedingungen im Journalismus aufmerksam.
Linktipps:
http://europe.ifj.org/en/pages/stand-up-for-journalism
www.journalistengewerkschaft.at
Studie: Kuli, Taschengeld, Händedruck und tschüss?
PraktikantInnen in österreichischen Medienunternehmen 2008.
StudienautorInnen: Mag. Robert Allmer, Univ.Prof.-Dr. Roman Hummel
Mitarbeit: Thomas Hauzeneder
ÖGB, 4. November 2008 Nr. 632
Rückfragehinweis:
Mag. Franz C. Bauer Vorsitzender Journalistengewerkschaft in der GPA-djp 0664 937 68 11 GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit Mag. Martin Panholzer Dr. Barbara Lavaud 05 0301-61511 05 0301-61533
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