Kickl: Kommunalkredit-Debakel eventuell nur Spitze des Eisbergs

Für Banken-Manager muss es bei Misswirtschaft strenge Konsequenzen geben

Wien (OTS) - "Es war richtig, dass die FPÖ klare Konsequenzen aus dem Debakel bei der Kommunalkredit gefordert hat", erklärte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl zu der Aussage von ÖVP-Finanzminister Molterer, dass es "innerhalb kurzer Zeit" sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand der Bank Änderungen geben werde. Es sei das mindeste, dass Kommunalkredit-Generaldirektor Platzer und die gesamte Chefetage nun den Hut nehmen müssten, nachdem sie durch unverantwortliche Spekulationsgeschäfte den Gemeindefinanzierer beinahe in den Bankrott getrieben hätten.

Allerdings werde immer deutlicher, dass das Debakel bei der Volksbanken-Tochter Kommunalkredit eventuell nur die Spitze eines gigantischen Eisbergs sei. Wie heute in den Medien berichtet, werde die Volksbanken AG ebenfalls staatliche Hilfsgelder in der Höhe von mindestens 600 Millionen Euro benötigen. Daneben würden ja auch bereits Raiffeisen, die BAWAG oder die Hypo Group Alpe Adria die Option einer Staatshilfe prüfen. Jedenfalls zeige die derzeitige Krise, dass die österreichische Bankenlandschaft alles andere als solide dastünde, sondern vielmehr tief im Spekulationssumpf stecke.

Nun sei einmal mehr eine dringende Aufklärung darüber erforderlich, welche österreichischen Bank-Manager in diesem oder im letzen Jahr Erfolgsprämien kassiert hätten. Schließlich seien ja diese Verluste in den diversen Instituten nicht von heute auf morgen passiert. Die FPÖ fordere in diesem Zusammenhang auch die Schaffung von Instrumentarien, die es ermöglichen sollen, dass Manager bei derartiger Misswirtschaft auch mit ihrem Privatvermögen zur Verantwortung gezogen werden könnten. "Ich fordere ÖVP-Finanzminister Molterer noch einmal auf, im Rahmen der derzeitigen Eigenkapitalhilfe für die Banken an weitere sensible Auflagen durch die Republik zu denken. Maßnahmen wie die Begrenzung der Gehälter von Bank-Managern, deren Institute staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, sind angesichts dieser unglaublichen Geldvernichtung durch Großverdiener ein Gebot der Stunde", schloss Kickl.

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