BZÖ-Strutz zu IV und Wirtschaftskammer: Österreich ist kein Zuwanderungsland!

BZÖ fordert Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive für Österreicher

Wien 2008-11-04 (OTS) - Eine klare Absage kommt von BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz zu den heute vorgestellten Plänen von IV und Wirtschaftskammer die Zuwanderung nach Österreich zu erhöhen. "Österreich ist kein Zuwanderungsland. 2007 hat bereits ein Sechstel der österreichischen Bevölkerung einen unmittelbaren Migrationshintergrund besessen. In Wien beträgt dieser Anteil sogar ein Drittel der Bevölkerung. 45 Prozent der Wiener Pflichtschüler haben bereits einen Migrationshintergrund, die Integration funktioniert nicht und der Anteil von arbeitslosen Ausländern ist beinahe doppelt so hoch wie der von Österreichern. Hier angesichts der sich abzeichnenden Krise am Arbeitsmarkt die Zuwanderung erhöhen zu wollen, ist gefährlich, sorgt nur für ein gefährliches Lohndumping und ist daher strikt abzulehnen. Das BZÖ fordert einen sofortigen Zuwanderungsstopp, Integration muss vor Neuzuzug kommen", so Strutz.

Angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise gehe es für das BZÖ derzeit primär darum, Österreicher in Arbeit zu halten und besser zu qualifizieren. "Anstatt sich billigere ausländische Arbeitskräfte ins Land holen zu wollen, sollten IV und Wirtschaftskammer besser eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive für Österreicher starten und hier speziell darauf achten, dass über ein Mehr an Lehrstellen, der Jugend eine echte Chance am Arbeitsmarkt gegeben wird", fordert Strutz. Was eventuell am Arbeitsmarkt benötigte Spezialisten betreffe, so bestehe ja bereits jetzt die Möglichkeit sich diese über die Schlüsselarbeitskräftequote ins Land zu holen. Vielleicht störe die Wirtschaft ja die Tatsache, dass hier ein Mindesteinkommen für die Zuwanderer gefordert wird. "Erst wenn die Krise im Inland bewältigt wird und die Integration der bisher nach Österreich zugewanderten Ausländer funktioniert, dann kann es ein, grundsätzlich zu begrüßendes, strenges, faires und klares Punktesystem nach kanadischem Vorbild geben", sagt Strutz.

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