• 04.11.2008, 10:45:56
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78% der ÖsterreicherInnen wollen RAUS aus EURATOM!

Neueste market-Meinungsumfrage untermauert Forderung von 30 Organisationen

Linz (OTS) - Anlässlich des morgigen 30. Jahrestages der
Zwentendorf-Volksabstimmung präsentiert atomstopp_oberoesterreich die
neueste, österreichweite market-Umfrage.

"Das Ergebnis der Meinungsumfrage ist ein klares
Anti-Atom-Bekenntnis der ÖsterreicherInnen und die Aufforderung an
die Bundesregierung, 30 Jahre nach der Absage an die Atomenergie auch
NEIN zur Förderung der Atomenergie auf europäischer Ebene zu sagen
und die österreichische Mitgliedschaft bei EURATOM zu kündigen!", so
Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von
atomstopp_oberoesterreich zum Resultat der neusten, österreichweit
erhobenen repräsentativen Umfrage des Linzer market-instituts.

81% der ÖsterreicherInnen sehen die Zahlungen, die Österreich
wegen seiner Mitgliedschaft bei der Europäischen Atomgemeinschaft zu
leisten hat, als negativ! Fast die Hälfte aller Befragten (48%) sehen
die Zahlungen als sehr negativ!

78% der ÖsterreicherInnen würden einen Ausstieg aus dem
EURATOM-Vertrag befürworten.
90% davon wünschen sich einen Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag sofort
bzw. spätestens im Jahr 2009!

Nur 5% der ÖsterreicherInnen wollen auf keinen Fall aus EURATOM
austreten.

Dass in fast allen österreichischen Bundesländern Resolutionen zum
Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag behandelt wurden,
beurteilen 78% der Befragten als positiv.

71% der ÖsterreicherInnen würden sich an einem Volksbegehren für
den Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag beteiligen!

"Die Bundesregierung wird sich in der nächsten Zeit mit der Rolle
Österreichs als zahlendes Mitglied in der Europäischen
Atomgemeinschaft - EURATOM - intensiv auseinandersetzen müssen: In
der Vergangenheit hat die österreichische Politik bei
Atomentscheidungen in Brüssel zu oft für großen Unmut bei der
heimischen Bevölkerung gesorgt: Die Zustimmung Österreichs zur
Verdreifachung des Nuklearbudgets im 7. EU-Rahmenforschungsprogramm
(Laufzeit 2007 - 2011) war ein absolutes Negativbeispiel und
entsprach in keinster Weise der Anti-Atom-Einstellung der
ÖsterreicherInnen. Der österreichische Steuerzahler wird wegen
EURATOM kräftig zur Kassa gebeten. Die letzten gesicherten Zahlen
stammen aus dem Jahr 2004: 40 Millionen EURO gingen damals aus
Österreich an die Atomindustrie. Mit der Verdreifachung des
Nuklearbudgets ist davon auszugehen, dass sich auch der
österreichische Anteil verdreifacht hat und nunmehr bei weit über 100
Millionen EURO jährlich liegt. Und diese Steuergelder fehlen in
Österreich für den Ausbau der erneuerbaren Energien!", so Schweiger
und Egger weiter.

30 Anti-Atom- und Umweltorganisationen und Unternehmen aus dem
Bereich der Erneuerbaren Energien haben sich der Kampagne "Österreich
- Raus aus EURATOM" angeschlossen. Rechtlich ist ein Ausstieg aus dem
EURATOM-Vertrag aufgrund Völkerrecht möglich (Artikel 56 Wiener
Vertragskonvention). Drei Gutachten unterstreichen unabhängig
voneinander diese Möglichkeit.

Weitere Informationen: www.raus-aus-euratom.at

Rückfragehinweis:
Roland Egger, Tel.: + 43 664 421 56 13
Gabriele Schweiger, Tel.: +43 664 390 77 09

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