ARBÖ-Umweltpreis 2008 geht an die Stadt Wien

Morgen findet ARBÖ-Autogala "Großer Österreichischer Automobil-Preis" zum 25. Mal statt

Wien (OTS) - Der begehrte Umweltpreis des ARBÖ geht heuer für eine beispielhafte Umweltoffensive an die Stadt Wien: Im Rahmen eines ambitionierten Projektes wird eine "Grüne Welle" auf 30 Hauptverkehrsrouten in der Stadt für flüssigen und damit umweltfreundlichen Verkehr sorgen. Der Umweltpreis des ARBÖ und der "Große Österreichischer Automobil-Preis" werden morgen, Mittwoch, im Rahmen der großen ARBÖ-Autogala in der Orangerie im Schloss Schönbrunn verliehen. In Empfang genommen wird der ARBÖ-Umweltpreis vom Wiener Verkehrsstadtrat DI Rudi Schicker und der Leiterin der Magistratsabteilung 33 - "Wien leuchtet", DI Susanne Lettner.

"Die Verflüssigung des Straßenverkehrs in Ballungszentren ist ein entscheidender Beitrag zu weniger Treibstoffverbrauch, weniger Schadstoffemissionen, weniger Kohlendioxid-Ausstoß und weniger Lärm, weil das Abbremsen vor roten Ampeln, das Laufenlassen des Motors am Stand und das neuerliche Anfahren und Gasgeben vermindert wird", heißt es in der Begründung des ARBÖ für die Preisvergabe an die Stadt Wien. Im Vergleich zu einer Temporeduktion von 70 auf 50 km/h bringt eine optimierte "Grüne Welle" mit homogenem Verkehrsfluss ein Vielfaches an Einsparungspotenzial.

Insgesamt 40 Millionen Euro sind für die Realisierung des Programms zur Modernisierung der Wiener Ampeln bis 2013 veranschlagt. Mehr als die Hälfte der Finanzmittel ist bereits weitgehend gesichert. Mit den Bezirken wird seitens der Magistratsabteilung 33 (MA 33) intensiv über die von dort aufzubringenden Mittel verhandelt.

Den Startschuss für das Projekt gaben Wiens Verkehrsstadtrat DI Rudi Schicker und die zuständige MA 33 schon zu Jahresbeginn. Zentraleinheit des Systems ist ein neuer Verkehrssteuerrechner in der Wiener Verkehrsleitzentrale, an den bis jetzt schon rund 540 Ampeln angedockt sind - mit bereits spürbarem Erfolg. Bis 2013 sollen alle 1.200 Verkehrsampeln Wiens mit dem Rechner verbunden sein. Die Verkehrslichtsignale werden in einem festgelegten Verkehrsband optimal koordiniert und sorgen damit für möglichst wenige Ampelstopps. Zusätzlich zum bereits komplexen Steuersystem werden bei mehr Ampeln auch Sonden, 30 bis 50 Meter vor diesen, in die Fahrbahn eingelassen. Diese messen den jeweiligen Verkehrsfluss und geben diese Information an das Steuergerät der Ampeln weiter.

Im Bereich der Wiener Westaus- bzw. -einfahrt (Kennedybrücke bis Landesgrenze) wird eine verkehrsabhängige Programmauswahl eingerichtet. Dort werden die Verkehrsbelastungen von der Ampel an den Zentralrechner weitergeleitet, der aus diesen Informationen die optimale Länge der Ampelphasen berechnet.

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