ÖAMTC-Flugrettung warnt vor dubioser Haustürwerbung in der Steiermark

Geschädigte können vom Vertrag zurücktreten

Wien (OTS) - Es sind noch nicht einmal drei Wochen vergangen seit die ÖAMTC-Flugrettung auf die Finanzmisere aufmerksam gemacht hat. Schon sind die ersten Trittbrettfahrer unterwegs, die daran Geld verdienen wollen. "Bei uns sind Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, dass im Großraum Graz Werber unterwegs sind. Diese keilen an Haustüren Spenden für die Flugrettung und verkaufen auch dubiose Mitgliedschaften. Alles unter dem Vorwand der Unterstützung für die Flugrettung in Österreich", berichtet Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. Mit den angebotenen Produkten erwirbt man angeblich, neben der Möglichkeit einer Krankenrückholung aus dem Ausland, auch einen exklusiven Anspruch auf den Einsatz eines Notarzthubschraubers. Als Zusatzargument wird im Verkaufsgespräch auch angeführt, dass damit das Flugrettungswesen in Österreich unterstützt wird. "Die Christophorus-Notarzthubschrauber des ÖAMTC stehen in keinerlei Verbindung mit diesen oder ähnlichen Unternehmen und erhalten von diesen auch keinerlei Unterstützung", stellt Kraxner definitiv klar.

Derartige Mitgliedschaften oder Versicherungen sind in der Regel auch nicht notwendig, macht der ÖAMTC aufmerksam. "Sozial verträgliche Flugrettung heißt für den Club, dass bei Notfällen jeder Betroffene Anspruch auf den Einsatz eines Notarzthubschraubers hat, wenn dies medizinisch erforderlich ist", führt der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung aus. "Die Mitgliedschaft eines Notfallpatienten in einer Flugrettungsorganisation ist keine Voraussetzung für den Einsatz eines Notarzthubschraubers."

Personen, die - um die Keiler wieder aus dem Haus zu bekommen -einen Vertrag unterschrieben haben, können entsprechend dem Versicherungsvertragsgesetz binnen 14 Tagen vom Vertrag mit einem eingeschriebenen Brief zurücktreten, raten die ÖAMTC-Juristen abschließend.

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