HPV-Vierfachimpfstoff wurde mit dem Prix Galien International für pharmazeutische Forschung ausgezeichnet

Impf-Schutz vor Gebärmutterhalskrebs, präkanzerösen Läsionen der Zervix, Vulva und Vagina und vor Genitalwarzen

Brunn, am Gebirge (OTS) - Der HPV-Vierfachimpfstoff gegen humane Papillomviren (HPV) vom Typ 6, 11, 16 und 18, ist mit dem Prix Galien International 2008 ausgezeichnet worden. Dieser prestigeträchtige Preis würdigt bedeutende Fortschritte in der pharmazeutischen Forschung. Der Prix Galien gilt auch als Nobelpreis der pharmazeutischen Branche.

Didier Hoch, Präsident von Sanofi Pasteur MSD, meint dazu: "Es ist äußerst erfreulich, an der Übertragung eines wissenschaftlichen Durchbruchs in einen spürbaren Nutzen für die Gesundheit von Menschen Teil zu haben. Nur 30 Jahre nach der Erkenntnis, dass HPV Gebärmutterhalskrebs und viele andere Erkrankungen verursachen kann, verfügen wir heute über einen Impfstoff, mit dessen Hilfe wir das Leben tausender Frauen retten und Millionen von Frauen unnötiges Leid ersparen können. Das ist ein beispielloser Fortschritt in der pharmazeutischen und medizinischen Forschung."

Zwischen 2006 und 2008 wurde dem HPV-Vierfachimpfstoff bereits der nationale Prix Galien in Belgien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien und den USA verliehen. Darüber hinaus wurde der HPV-Vierfachimpfstoff mit einer Vielzahl anderer Preise gewürdigt und wurde z.B. in der Kategorie "bestes neues biologisches Präparat" mit dem Scrip Award 2006 der britischen Pharmakologiezeitschrift Scrip sowie mit dem von französischen Allgemeinmedizinern verliehenen Prix Medec 2007 in der Kategorie "Arzneimittel des Jahres" geehrt.

Harald zur Hausen, einer der Träger des diesjährigen Nobelpreises für Medizin, hat in den 70er Jahren die Bedeutung von HPV für die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs postuliert. Mehr als 10 Jahre lang verfolgte er diese Theorie und identifizierte dabei verschiedene HPV-Typen - eine Suche, die 1983 in der Entdeckung gipfelte, dass HPV 16 Gebärmutterhalskrebs verursacht. 1984 gelang Harald zur Hausen die Isolierung von HPV 16 und 18 bei Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs (1). Heute wissen wir, dass der Großteil aller HPV-bedingten Erkrankungen im Genitalbereich von den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 verursacht wird. (2,3,4).

Die Entwicklung des HPV-Vierfachimpfstoffes begann Anfang der 90er Jahre. Heute - zwei Jahre nach der Erstzulassung im Jahr 2006 - ist der HPV-Vierfachimpfstoff in 107 Ländern weltweit zugelassen, und die Impfung ist weit verbreitet: Weltweit wurden 36 Millionen Dosen Gardasil vertrieben (a). Der weltweite Marktanteil liegt bei 90 % (b). Diese Zahlen spiegeln die große Akzeptanz wieder, die Gardasil bei Impfstoffexperten, Zulassungsbehörden, Gesundheitsbehörden, Ärzten, Eltern und Töchtern genießt.

Der HPV-Vierfachimpfstoff ist der einzige tetravalente Impfstoff gegen humane Papillomviren (HPV 6, 11, 16 und 18). Der HPV-Vierfachimpfstoff bietet starken und dauerhaften Schutz vor HPV 16- und 18-assoziiertem Gebärmutterhalskrebs, präkanzerösen Läsionen der Zervix, der Vulva und der Vagina sowie vor Genitalwarzen, die durch die HPV-Typen 6 und 11 hervorgerufen werden. Diese vier Typen sind für die große Mehrheit aller HPV-bedingten Erkrankungen im Genitalbereich verantwortlich. (5,6,7)

In 18 von 19 europäischen Ländern, in denen Sanofi Pasteur MSD den HPV-Vierfachimpfstoff vermarktet, gibt es offizielle Impfempfehlungen für die Impfung gegen HPV. In 17 dieser Länder werden die Impfkosten bereits jetzt erstattet oder es liegen Pläne für die Kostenerstattung vor (c). Des Weiteren haben die USA, Australien, Neuseeland und Kanada Empfehlungen für die Impfung ausgesprochen und erstatten zudem die Impfkosten.

Hinweise zur Veröffentlichung:

Weitere Informationen zu dem HPV-Vierfachimpfstoff

Der HPV-Vierfachimpfstoff ist ein Impfstoff zur Prävention von Vorstufen maligner Läsionen im Genitalbereich (Zervix, Vulva und Vagina), Zervixkarzinomen und äußeren Genitalwarzen (Condylomata acuminata), die durch die Typen 6, 11, 16 oder 18 humaner Papillomviren (HPV) verursacht werden (weitere Details siehe Fachinformation, Abschnitt 5.1).

Die Indikation beruht auf dem Nachweis der Wirksamkeit des HPV-Vierfachimpfstoffes bei erwachsenen Frauen von 16 bis 26 Jahren und dem Nachweis der Immunogenität bei Kindern und Jugendlichen von 9 bis 15 Jahren. Die protektive Wirksamkeit bei Männern wurde nicht untersucht (weitere Details siehe Fachinformation, Abschnitt 5.1). Der HPV-Vierfachimpfstoff sollte entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen angewendet werden.

Weitere Informationen zum Prix Galien International

Der Prix Galien wurde 1970 vom französischen Pharmazeuten Roland Mehl ins Leben gerufen und hat zum Ziel, bedeutende Fortschritte in der pharmazeutischen Forschung zu würdigen. Der Preis wird jährlich von einer Jury aus Ärzten, Toxikologen, Pharmakologen und Pharmazeuten verliehen und bietet Gelegenheit, die bedeutendsten neu zugelassenen Arzneimittel und die Leistungen der besten Forschungsteams aus dem Bereich der Pharmazie zu würdigen. Aufgrund des großen Erfolges in Frankreich wurden nach und nach ähnliche Preise in anderen Ländern eingeführt, z.B. in Belgien, Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Italien, Spanien, Kanada, der Schweiz und den USA. 1990 wurde der Vorläufer des Prix Galien International, der Prix Galien Europe, eingeführt. Mit diesem Preis wird einer der Gewinner der nationalen Preise der vorangegangenen zwei Jahre geehrt. Nachdem 1996 auch in Kanada ein Prix Galien gestiftet wurde, wurde der Prix Galien Europe in Prix Galien International umbenannt und wird nun alle zwei Jahre verliehen.

Weiterführende Informationen zum Prix Galien International finden Sie auf der offiziellen Internetseite: www.prixgalien.de

Informationen zu Sanofi Pasteur MSD

Sanofi Pasteur MSD kann als Gemeinschaftsunternehmen auf die Innovationen und die Erfahrungen von Sanofi Pasteur - der Impfstoff-Sparte von Sanofi-Aventis - und von Merck & Co. zurückgreifen. Sanofi Pasteur MSD ist das einzige Unternehmen in Europa, das sich ausschließlich auf Impfstoffe spezialisiert hat. Weltweit arbeiten erfahrene Forschungsteams von Sanofi Pasteur und Merck & Co für Sanofi Pasteur MSD an der Entwicklung neuer Impfstoffe für Europa, die darauf abzielen, den Impfschutz auf weitere Krankheiten auszudehnen und bestehende Impfstoffe zu perfektionieren, um so die Verträglichkeit, die Wirksamkeit und die Akzeptanz von Impfungen zu verbessern.

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(a) bis Ende September 2008 (b) Im Wert. Die Zahlen wurden abgeleitet aus den veröffentlichten Quartalszahlen von Merck & Co, Inc und GSK für das dritte Quartal 2008: 89,5 %, kumulativ (seit Jahresbeginn): 92,7 %. (c) Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien. Lediglich in Finnland wurde bislang keine Empfehlung für die HPV-Impfung ausgesprochen und nur in Österreich und Finnland wurde bisher keine Entscheidung hinsichtlich einer Kostenübernahme getroffen.

Referenzen

(1)http://nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/2008/press.h
tml
(Stand: 22. Oktober 2008)

(2) Smith JS et al. Human papillomavirus type distribution in invasive cervical cancer and high-grade cervical lesions: a meta-analysis update. Int J Cancer 2007;121:621-32. (3) Sanofi Pasteur MSD. Fachinformation Gardasil(R), Stand 09/2008.

(4)http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/gardasil/070306en6.p
df (Stand: 29 Oktober 2008).

(5) Smith JS et al. Human papillomavirus type distribution in invasive cervical cancer and highgrade cervical lesions: A meta-analysis update. Int J Cancer 2007; 121:621-632

Sanofi Pasteur MSD. Fachinformation Gardasil(R), Stand 09/2008.
(6)http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/gardasil/070306en6.p
df (Stand: 29 Oktober 2008).

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