ÖSTERREICH: Maastricht-Grenze für Pröll "kein biblisches Gebot"

ÖVP-Chef will "großen konzentrierten Wurf bei Steuerreform"

Wien (OTS) - ÖVP-Chef Josef Pröll kommt der SPÖ im Interview mit ÖSTERREICH (Samstag-Ausgabe) entgegen. Auf die Frage, ob die ÖVP angesichts der Wirtschaftskrise auf die Maastricht-Grenze von drei Prozent bei der Neuverschuldung beharrt, sagt Pröll: "Maastricht ist kein biblisches Gebot. Aber es ist eine gute und ernste Richtschnur für ordentliches wirtschaften. Diesen Grundsatz will ich mit der SPÖ klären." Und weiter: "Wir müssen tun was notwendig ist, damit die Konjunktur anspringt, Arbeitsplätze gesichert werden und die Menschen Geld verdienen. Ja, dazu werden wir wohl oder übel auch neue Schulden in Kauf nehmen müssen. Aber mit Maß und Ziel."

Auch eine Steuerreform 2009 ist für Pröll jetzt nicht mehr unmöglich:
"Das wird natürlich sehr eng. Für mich ist der Zeitpunkt kein Dogma. Aber ich habe folgenden Anspruch an eine Steuerreform: sie muss aus einem Guss sein und die Steuerzahler müssen sie auch wirklich spüren. Ich will keinen hektischen und punktuellen Aktionismus bei dem die Wirkung verpufft, sondern einen konzentrierten großen Wurf."

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