Wir gratulieren Runde Geburtstage im November

Wien (PK) - Im November feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

das Mitglied des Europaparlaments a.D. und ehemalige Abgeordnete
Dr. Klaus LUKAS (F) - 70. Geburtstag am 1. November,

der Vizekanzler und Bundesminister a.D. sowie ehemalige Abgeordnete DI Josef RIEGLER (V) - 70. Geburtstag am 1. November,

der ehemalige Abgeordnete Oberschulrat Alfred FISTER (S) - 80. Geburtstag am 3. November,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Hans HAFNER (V) - 70. Geburtstag am 3. November,

der Bundesminister und Staatssekretär a.D. sowie ehemalige Abgeordnete Karl LAUSECKER (S) - 80. Geburtstag am 10. November,

die Volksanwältin a.D. und ehemalige Abgeordnete Hofrat Mag. Evelyn MESSNER (S) - 70. Geburtstag am 10. November,

der ehemalige Präsident des Bundesrates Prof. Dr. Martin STRIMITZER (V) - 80. Geburtstag am 10. November,

der ehemalige Abgeordnete Karl BREGARTNER (S) - 75. Geburtstag am 15. November,

der ehemalige Bundesrat DI Dr. Harald OGRIS (S) - 75. Geburtstag am 17. November,

der Abgeordnete Franz GLASER (V) - 60. Geburtstag am 18. November,

der ehemalige Abgeordnete Ing. Hans-Joachim RESSEL (S) - 65. Geburtstag am 21. November,

der Präsident des Bundesrates a.D. Bundesrat Ludwig BIERINGER (V) -65. Geburtstag am 25. November,

die Abgeordnete Regierungsrätin Marianne HAGENHOFER (S) - 60. Geburtstag am 26. November,

die ehemalige Abgeordnete Ottilie ROCHUS (V) - 80. Geburtstag am 27. November,

die Dritte Präsidentin des Nationalrates a.D. und ehemalige Bundesrätin und Abgeordnete Mag. Dr. Heide SCHMIDT (L) - 60. Geburtstag am 27. November.

Josef Riegler 70

Gleich zu Beginn des Monats feiert der ehemalige Vizekanzler und ÖVP-Bundesobmann DI Josef RIEGLER einen runden Geburtstag. Der ehemalige Spitzenpolitiker begeht seinen 70. Geburtstag.

Geboren wurde Josef Riegler am 1. November 1938 in Judenburg. Dort besuchte er auch die Volksschule, nach der er auf eine landwirtschaftliche Fachschule wechselte. Schließlich trat er in eine Höhere Bundeslehranstalt für Landwirtschaft ein, wo er 1960 die Matura ablegte. Daran schloss sich ein Studium an der Universität für Bodenkultur in Wien. 1965 erwarb Riegler den Titel eines Diplomingenieurs.

Schon früh hatte er am elterlichen Hof mitgeholfen, sodass er in seine Tätigkeit als Lehrer an einer landwirtschaftlichen Schule, die er ab 1965 ausübte, neben theoretischen auch praktische Erfahrungen einbringen konnte. Relativ schnell avancierte Riegler daher auch zum Direktor, eine Funktion, die er bis 1972 innehatte. In diesem Jahr wurde er in die Politik berufen und übernahm den Posten des steirischen Bauernbunddirektors. 1980 schließlich wurde er Bundesbauernbund-Direktor, ehe er 1983 als Landesrat in die steiermärkische Landesregierung einzog.

Schon acht Jahre zuvor, nämlich im November 1975, hatte Riegler ein öffentliches Amt übernommen. Er zog für die ÖVP in den Nationalrat ein, wo er sich vorrangig mit landwirtschaftlichen und ökonomischen Fragen befasste. Die Jahre als Landwirtschaftslandesrat der Steiermark (1983 bis 1987) prädestinierten den erfahrenen Agrarier denn auch dazu, in die Neuauflage der Grossen Koalition im Januar 1987 als Landwirtschaftsminister einzutreten.

Zwei Jahre später neigte sich die Zeit von Alois Mock als Obmann der ÖVP ihrem Ende zu, und im April 1989 wurde Riegler zum neuen Vorsitzenden der zweitgrößten Partei Österreichs gewählt. Er schied aus dem Landwirtschaftsressort, übernahm die Agenden eines Bundesministers für Föderalismus und Verwaltungsreform und wurde überdies Vizekanzler im Kabinett Vranitzky II. Dort bemühte er sich um eine Ökologisierung der Wirtschaft, sodass er als Schöpfer des Slogans von der "ökosozialen Marktwirtschaft" gelten kann.

Bei den Wahlen 1990 schnitt die Volkspartei jedoch unter ihren Erwartungen ab, sodass Riegler schon wenig später signalisierte, er wolle sich aus der allerersten Linie wieder zurückziehen. Bereits im Juli 1991 wurde Erhard Busek neuer ÖVP-Obmann und in der Folge auch Vizekanzler. Riegler verblieb noch bis Oktober 1991 in der Regierung, ehe er sein Mandat als Abgeordneter wieder annahm. Im Oktober 1993 sich Riegler aus der aktiven Politik zurück.

Evelyn Messner 70

Zehn Tage nach dem ehemaligen Vizekanzler feiert Volksanwältin Mag. Evelyn MESSNER ihren 70. Geburtstag. Geboren 1938 in Wien absolvierte sie nach Volksschule und Gymnasium ein Lehramtsstudium für Deutsch und Leibesübungen, welches sie 1963 mit dem Titel einer Magistra der Philosophie abschloss. Schon seit 1961 unterrichtete sie an der Bundesfachschule für Bekleidungsgewerbe in Oberwart, später trat sie in den Dienst der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe, wo sie 1970 auch den Direktorenposten übernahm.

Mitglied der SPÖ seit 1963 wurde sie 1977 Gemeinderätin ihrer Fraktion in Oberwart, 1985 wählten die dortigen SP-Frauen sie zu ihrer Vorsitzenden, und im Dezember 1986 zog Messner für ihren Wahlkreis in den Nationalrat ein. Dort engagierte sie sich in Bildungs- und Sozial-, vor allem aber in Frauenfragen. Als es im Sommer 1989 galt, die Volksanwaltschaft neu zu bestellen, nominierte die SPÖ Evelyn Messner für diese Funktion. Ihre Tätigkeit, die stets auf breite Zustimmung stieß, führte dazu, dass Messner 1995 für eine zweite Funktionsperiode in ihrem Amt bestätigt wurde. Am 1. Januar 1999 folgte ihr in diesem Amte die ehemalige Gesundheitsministerin Christa Krammer nach, Messner zog sich in den Ruhestand zurück.

Karl Lausecker 80

Am 10. November feiert der langjährige Bundesminister Karl Lausecker seinen 80. Geburtstag. Geboren am 10. November 1928 in Wien, avancierte Lausecker unmittelbar nach seiner Matura 1947 zum Bundesbeamten. Bereits seit 1948 war Lausecker Funktionär der GÖD, 1968 wurde er stellvertretender Vorsitzender dieser Gewerkschaft und Vorsitzender der FSG in der GÖD. Ein Jahr später zog Lausecker in den Wiener Landtag ein.

Von dort holte ihn Bundeskanzler Kreisky im Januar 1973 als Staatssekretär ins Bundeskanzleramt, eine Funktion, die er bis 1977 bekleidete, ehe er Erwin Lanc als Verkehrsminister folgte. Lauseckers vordringliches Anliegen war einerseits der Lückenschluss im österreichischen Autobahnnetz (etwa bei der A2), andererseits die Optimierung des heimischen Bahnwesens. Auf diesen Gebieten hatte er nennenswerte Erfolge erzielt, ehe er im September 1984 im Alter von nur 56 Jahren gemeinsam mit Herbert Salcher und Erwin Lanc aus der Regierung ausscheiden musste, da sich Bundeskanzler Sinowatz von der "alten Garde" seines Vorgängers Kreisky trennen wollte. Ferdinand Lacina übernahm Lauseckers Agenden, Lausecker nahm einen Posten bei der Kreditkommission des ERP an, ehe er 1995 in Pension ging.

Ludwig Bieringer 65

Auch ein prominenter Bundesrat feiert im November ein rundes Wiegenfest. Der mehrfache Bundesratspräsident und langjährige Obmann der ÖVP-Bundesratsfraktion Ludwig Bieringer wird am 25. November 65. Geboren in Attnang-Puchheim, machte er in Salzburg politische Karriere. Nach Absolvierung der Pflichtschulen besuchte er 1957 bis 1960 die Berufsschule und arbeitete sodann als Gehilfe in einem Kaufladen, ehe er seinen Präsenzdienst ableistete. Bieringer blieb beim Bundesheer und ist seit 1964 als Vizeleutnant Berufssoldat.

1974 wurde der damals 31jährige Politiker Gemeinderat in Wals-Siezenheim, 1979 avancierte er zum Vizebürgermeister, ehe er 1982 das Bürgermeisteramt übernahm, welches er seit nunmehr 21 Jahren ausübt. 1984 entsandte ihn der Salzburger Landtag erstmals in den Bundesrat, dem er nach einem zweijährigen Intermezzo im Salzburger Landtag seit 1991 abermals angehört.

Bereits im Oktober 1993 wurde Bieringer erstmals Bundesratspräsident, nachdem Helmut Frauscher dieses Amt aus Gesundheitsgründen vorzeitig abgegeben hatte. Im ersten Halbjahr 1998 und im zweiten Halbjahr 2002 saß Bieringer abermals als Präsident der Länderkammer vor. Zudem wirkt Bieringer, der seit 1997 Obmann der ÖVP-Bundesratsfraktion ist, als Obmann zahlreicher wichtiger Vereinigungen, so beim Salzburger Wasserverband und bei der Salzburger Abfallbeseitigung.

Heide Schmidt 60

Eine Politikerin, die im Laufe ihrer Karriere einen ungewöhnlich weiten Weg zurückgelegt hat, feiert am 27. November einen runden Geburtstag: Heide Schmidt wird 60.

1948 als Heide Kollmann im Kempten im Allgäu geboren, absolvierte sie ihre Schul- und Universitätsausbildung in Wien. Nach der Matura 1966 begann sie das Studium der Jurisprudenz und promovierte 1971 zur Doktorin des Rechts; 1976 folgte die Sponsion zur Magistra der Wirtschaftswissenschaften. Nach dem Gerichtsjahr trat sie 1972 ins Unterrichtsministerium ein, wo sie in der Legistik tätig war. 1977 wechselte sie in die Volksanwaltschaft, wo sie als Assistentin der Volksanwält Zeillinger und danach Jossek durch Fernsehauftritte auch einem größeren Publikum bekannt wurde.

1988 wurde Schmidt von FPÖ-Obmann Jörg Haider als Generalsekretärin der Freiheitlichen Partei berufen, von wo sie nach zweijähriger Tätigkeit 1990 zur Stellvertreterin des Parteiobmanns aufstieg. Aus dieser Funktion heraus bewarb sie sich bei den Präsidentschaftswahlen 1992 um das höchste Amt im Staat und erzielte im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen 16,4 Prozent.

Von 1987 bis 1990 war Heide Schmidt Mitglied des Bundesrats, von 1990 bis 1999 Abgeordnete zum Nationalrat. Von November 1990 bis November 1994 fungierte die leidenschaftliche Parlamentarierin als Dritte Präsidentin des Nationalrats. In diese Zeit fällt ihr Bruch mit Jörg Haider und der Freiheitlichen Partei. Im Zusammenhang mit einem von Haider initiierten Volksbegehren zur Ausländerpolitik spalteten sich Schmidt und weitere liberal gesinnte MandatarInnen 1993 von der FPÖ ab und gründeten das Liberale Forum. Dieses konnte sich bei einigen Wahlgängen im Bund behaupten und auch in einigen Bundesländern erfolgreich antreten. Als Kandidatin des LIF bei der Bundespräsidentenwahl des Jahres 1998 erreichte Schmidt gegen Amtsinhaber Thomas Klestil 11,1 %. Die Parteichefin in Wien und Klubobfrau im Parlament engagierte sich auch international und war Vizepräsidentin der Liberalen Internationalen und der European Liberal Democratic Reform Party.

Bei den Nationalratswahlen 1999 scheiterte das Liberale Forum knapp an der Vier-Prozent-Hürde. Schmidt zog sich zunächst aus der Tagespolitik zurück, um das Institut für eine offene Gesellschaft zu gründen und zu leiten. Bei den Nationalratswahlen 2008 kehrte Heide Schmidt in die Tagespolitik zurück und firmierte als Spitzenkandidatin des Liberalen Forums. Ihre Gruppe verfehlte am 28. September 2008 mit 2,1 % die Vier-Prozent-Hürde allerdings deutlich, und zwei Tage später gab Heide Schmidt ihren endgültigen Rückzug aus der Tagespolitik bekannt. (Schluss)

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