FP-Günther fordert Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Wien

Arbeitsplatzabbau muss verhindert werden

Wien, 31-10-08 (OTS) - Infolge der Finanzkrise und dem Umstand,
dass der Vorstand der AUA wirtschaftlich komplett versagt hat, ist, wie befürchtet, die noch zu 41,6 Prozent dem Staat gehörende AUA nach dem dritten Quartal 2008 noch tiefer in den roten Zahlen gelandet, warnte der Wiener FPÖ-Gemeinderat Dr. Helmut Günther in der gestrigen Sitzung des Gemeinderates. Der Verlust belief sich nach neun Monaten auf 65,1 Mio. Euro. Das teilte die AUA am 28. Oktober mit. Im Vorjahr war für diesen Zeitraum ein Gewinn von 20,6 Mio. Euro ausgewiesen worden.

Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr 2008 mit einem Jahresverlust "vor Sondereffekten" von 100 bis 125 Mio. Euro. Die geplante Privatisierung ist ein Trauerspiel. Statt das Unternehmen rechtzeitig zu sanieren und zu einem entsprechenden Marktpreis zu veräußern, hat man das Unternehmen zugrunde gewirtschaftet. Nun soll die Lufthansa die AUA zu Lasten des Steuerzahlers um einen symbolischen Betrag erhalten.

Was passiert, wenn dies zutrifft, konnte man in den letzten Jahren bei der Swiss Air sehen. Dort ging infolge der Übernahme die Zahl der Bediensteten dramatisch zurück. Bis heute konnte sich das schweizerische Luftunternehmen nicht entsprechend erholen. Es ist zu befürchten, dass das auch bei der AUA passieren wird. Da rund 60 000 Personen in diesem Bereich tätig sind, wären die negativen Folgen für den Wirtschaftsstandort Wien und Umgebung nicht abzuschätzen, warnt Günther.

Die FPÖ hat daher in der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderates folgenden Antrag gestellt:

Der Wiener Gemeinderat spricht sich für die Erhaltung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wien und Umgebung aus. Der Wiener Gemeinderat fordert darüber hinaus die Bundesregierung, insbesondere den zuständigen Bundesminister als Eigentümervertreter über die ÖIAG, die zu über 40 % an der AUA beteiligt ist, auf, umgehend mit der Stadt Wien jene wirtschaftspolitisch sinnvollen Maßnahmen zu setzen, die zur Erhaltung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes Wien und Umgebung, insbesondere der Flughafen Wien AG und der Austrian Airline, und zur Rettung der dortigen Arbeitsplätze notwendig sind.

Der Antrag wurde mit großer Mehrheit beschlossen und somit die Basis für eine gemeinsame Initiative zum Erhalt der Arbeitsplätze gelegt, freut sich Günther über die breite Zustimmung. (Schluss)am

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