GdG-Bundesfrauen: Lohnerhöhungen müssen besonders Frauen zugute kommen

Förderung von Arbeitnehmerinnen mit geringem Einkommen und Doppelbelastung wäre wichtiger als großzügige Abfindungen für gescheiterte Manager

Wien (GdG/ÖGB) - "Während gescheiterten Managern großzügige Abfertigungen förmlich nachgetragen werden, stehen Tausende Frauen in Österreich mit Doppelbelastung, Teilzeitjobs und schlechter Bezahlung am Rande des Zusammenbruchs", kritisierten die GdG-Frauen heute, Freitag, im Rahmen der Tagung des Bundesfrauenausschusses in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG). Die kommenden Lohnerhöhungen müssen besonders den Frauen zugute kommen.++++

"Frauen drohen zu den Hauptleidtragenden der Wirtschaftskrise zu werden", erklärten die Funktionärinnen der GdG-Frauen. In vielen Bereichen verschlechtert sich die Situation für die ArbeitnehmerInnen dramatisch. Aufnahmestopps, Teilzeitjobs und das Outsourcing von Kernaufgaben sind an der Tagesordnung, gleichzeitig steigen die Anforderungen.

"Schon bisher waren Frauen durch schlechtere Bezahlung und Doppelbelastung benachteiligt. Jetzt geht verstärkt die Angst um den Arbeitsplatz um. Es kann nicht sein, dass diejenigen, die schon bisher zu kurz gekommen sind, jetzt auch noch die Hauptlast neuer Verschlechterungen tragen müssen", fordert der GdG-Bundesfrauenausschuss.

Bei den kommenden Lohnerhöhungen dürfen daher die Frauen auf keinen Fall zu kurz kommen. Das gilt in vollem Inhalt auch für den Öffentlichen Dienst. "Wenn private Banken mit öffentlichen Geldern gestützt werden, müssen auch die Beschäftigen der Öffentlichen Dienste fair entlohnt werden", schlossen die Funktionärinnen des GdG-Bundesfrauenausschusses.

ÖGB, 31. Oktober 2008 Nr. 621

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