Schatz fordert unabhängige Beratung für KreditnehmerInnen

Grüne: Verunsicherung der Verbraucher muss ein Ende haben

Wien (OTS) - "Die Regierung muss in dieser Krisensituation
dringend mehr Mittel für die Aufklärung und Beratung der KreditnehmerInnen und KleinanlegerInnen bereit stellen", fordert Birgit Schatz, KonsumentInnenschutzsprecherin der Grünen.
In den letzten Tagen kam es aufgrund verschiedenster Meldungen in den Medien besonders im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten zu einer massiven Verunsicherung der KonsumentInnen. Die Telefone bei den Konsumentenschutzeinrichtungen laufen derzeit heiß. Allein diese haben nicht die Ressourcen, jeden Kreditvertrag zu überprüfen. "Eine unabhängige Beratung ist aber für die KreditnehmerInnen unbedingt notwendig. Viele Banken erhöhen zur Zeit den Druck auf die KundInnen, bei Fremdwährungskrediten auf den Euro zu konvertieren. Ein Vorgehen, das nicht in allen Fällen den KreditnehmerInnen zu Gute kommen muss", erläutert Schatz. Vielfach ist auch unklar, was für Gebühren Banken verrechnen dürfen, ob bei Fremdwährungskrediten zusätzliche Tilgungsträger verlangt werden können usw.

Aber nicht nur die Konsumentenschutzeinrichtungen benötigen mehr Ressourcen, auch die staatlich anerkannten Schuldnerberatungen müssen in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise aufgestockt werden. Es ist oft nicht im Interesse der KreditnehmerInnen sich im Falle der Verschuldung nur von seiner Bank, also der Gläubigerin, beraten zu lassen. Oftmals komme die seitens der Bank vorgeschlagenen Umschuldungsmodelle im Endeffekt KreditnehmerInnen teuer zu stehen. "Nur mit umfassender Aufklärung und Informationen können die KonsumentInnen in dieser Situation die individuell richtigen Entscheidungen treffen", so Schatz abschließend.

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