- 30.10.2008, 15:21:51
- /
- OTS0270 OTW0270
VP-Hoch: Komet-Projekt nicht entscheidungsreif
Wien (VP-Klub) - "Das Projekt ist in dieser Form nicht
entscheidungsreif und wird daher in der heutigen Sitzung des Wiener
Gemeinderates von der ÖVP abgelehnt", betont ÖVP Wien
Planungssprecher LAbg. Alfred Hoch. Dennoch wird die notwenige
Flächenwidmung zu diesem Projekt von SPÖ und FPÖ mehrheitlich
beschlossen werden.
Nach jahrelanger Diskussion, unter anderen mit ICOMOS und UNESCO,
aber NICHT mit den Anrainern, wurden alle Versprechungen und
Vereinbarungen gebrochen, um ein Projekt, das von namhaften Experten
und Institutionen scharf kritisiert wird, durchzupeitschen. Das
zeige, so Hoch, wie in Wien Planungspolitik gemacht werde.
Die Hauptkritikpunkte im Detail:
Das Projekt ist unter dem Strich - abgesehen von der Reduktion der
Turmhöhe - trotz zahlreicher Einwände unverändert. Das heißt auch,
dass sich die Rahmenbedingungen in Bezug auf die Ausschreibung nicht
verändert haben. Es darf daran erinnert werden, dass die
Projektentwicklungsfirma zu einem früheren Zeitpunkt im Eigentum des
Architekten stand, der die Ausschreibung letztendlich gewonnen hat.
Darüber hinaus wurde es immer so dargestellt, als ob alle Grundstücke
im Projektgebiet im Eigentum des Projektwerbers standen. "Das ist
aber nicht der Fall", so Hoch. Dadurch wird das Projekt inhomogen und
es läuft Gefahr, zu einem visuellen Ärgernis zu werden, analog zum
angrenzenden U4 Komplex.
Die Fabriksgasse wird aufgelassen und die Anrainer verlieren damit
den Zufahrtsweg zu ihren Häusern. Die vom Magistrat genannte
Ersatzlösung erscheint nicht befriedigend (Zufahrt entlang der
Wientalkante).
Durch die Anwendung des Stellplatzregulatives wird die
Parkplatzsituation für die Anrainerinnen und Anrainer weiter
verschlechtert. Obwohl dies, a priori betrachtet, als eine sinnvolle
Maßnahme zur Verkehrsreduktion erscheint, wird sie schwerwiegende
Folgen nach sich ziehen.
Durch ein EKZ mit 12.000 qm Verkaufsfläche wird der Zerfall der
Meidlinger Hauptstraße, die sehr um ihre Vitalität kämpft, weiter
beschleunigt. Im Gegensatz zur Arcade Meidling wird das EKZ Komet
keinen sinnvollen Lückenschluss zur Meidlinger Hauptstraße bilden
können. Dies wird durch die räumliche Entfernung und die Größe des
EKZ deutlich. Ein Einkauf mit dem PKW im EKZ Komet wird nicht dazu
führen, dass dieselbe Person auch auf der Meidlinger Hauptstraße
einkaufen wird, weil die Parkgarage des EKZ verlassen und das Auto
auf einem auf öffentlichem Gut, auf dem Parkplätze absolute
Mangelware sind, abgestellt werden müsste.
Die Forderungen der ÖVP, wie die Etablierung einer Mischnutzung,
speziell durch die Schaffung von Wohnraum entlang der Wientalkante,
die Redimensionierung des Gesamtprojektes oder die Verkleinerung des
Einkaufszentrums, wurden in keiner Weise berücksichtigt.
Es gab in Meidling sicher seit langem kein Flächenwidmungsverfahren,
in welchem sich so viele Bürgerinnen und Bürger zu Wort gemeldet
haben. Trotzdem wird von den Projektbetreibern kolportiert, dass es
nur wenige gewesen sein sollen. "Diese Projekt ist nicht im Sinne
einer gelebten Bürgerbeteiligung, die von der Stadt Wien nach außen
hin verkündet wird", meint VP-Planungssprecher Hoch abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
mailto:presse.klub@oevp-wien.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPR






