Ernst Karpfinger zur "Grünen Offensive": Erzeugergemeinschaften werden wichtiger denn je

Zwischenbilanz des Diskussionsprozesses rund um die Zukunft der Landwirtschaft von Landwirtschaftsminister Josef Pröll

Wien (OTS) - "Für die Zukunft einer funktionierenden multifunktionalen Landwirtschaft ist es wesentlich, Marktchancen für agrarische Produkte trotz der sich ändernden Rahmenbedingungen zu erhalten und zu erhöhen. Nur so können wir auch international wettbewerbs- und konkurrenzfähig bleiben. Eine wichtige Rolle dabei spielen Marktinformation, eine transparente Preisgestaltung sowie eine internationale Vernetzung. Die größten Herausforderungen sind für mich die Ausrichtung der Produktion auf die vielfältigen und vielschichtigen Wünsche der Konsumentinnen und Konsumenten im nächsten Jahrzehnt. Ziel dabei ist der Ausbau der Marktanteile für die österreichischen Produzenten in Zusammenarbeit mit unseren Marktpartnern", so Ernst Karpfinger, Leiter des Arbeitskreises "Markt und Wertschöpfung" der Grünen Offensive und Präsident der österreichischen Rübenbauern.

Einer der vielen Schwerpunkte des Arbeitskreises "Markt und Wertschöpfung" ist das Thema "Märkte 2013 und danach - Einflüsse, Entwicklungen, Trends und Chancen" bei Marktfruchtkulturen, Veredelungsprodukten, Sonderkulturen sowie im Bereich der Bioenergie. Die Steigerung der Wertschöpfung sowie gezieltes Marketing sollen dazu beitragen, die Absatzmöglichkeiten für landwirtschaftliche Produkte im Inland auch in Zukunft sicher zu stellen und zu erhöhen. Die Einschränkung der Verwendung von vorhandenen Mitteln auf zentrale Punkte ist notwendig, damit Marketingmaßnahmen effektiver transportiert werden können und eine größere Wirkung erzielen.

Von wesentlicher Bedeutung sind dabei Erzeugergemeinschaften und Genossenschaften. Bäuerinnen und Bauern sollen sich verstärkt in der Vermarktung zusammenschließen, das heißt miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Es muss gleichzeitig aber auch im Interesse dieser Erzeugerorganisationen liegen, verstärkt zusammenzuarbeiten und geschlossen nach außen aufzutreten.

"Die "Grüne Offensive" ist wichtig, weil ich glaube, dass die Land- und Forstwirtschaft eine starke Zukunft hat, wenn wir ehrlich die nachhaltigen Möglichkeiten und Herausforderungen für den Sektor diskutieren. Ich möchte dazu beitragen, die Kolleginnen und Kollegen von den Zukunftsmöglichkeiten und -chancen zu überzeugen", so Karpfinger. "Auch von der aktiven Beteiligung der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Diskussion bin ich begeistert, es macht Spaß mit derartig engagierten Menschen zusammen zu arbeiten," so Karpfinger weiter.

Im April 2008 gab Landwirtschaftsminister Josef Pröll den Startschuss zur "Grünen Offensive", den Diskussionsprozess über die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft. Dieser Diskussionsprozess wird abgekoppelt von der Tagespolitik und der Interessenspolitik geführt und soll so Orientierung für die Land- und Forstwirtschaft bieten, fachspezifische Sektorenüberlegungen anstellen und die Basis für künftige politische Positionierungen bilden. Neu ist auch, dass neben den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Branche auch Externe eingeladen wurden, sich am Prozess zu beteiligen.

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