• 30.10.2008, 09:48:12
  • /
  • OTS0052 OTW0052

e-Card: Ärztekammer warnt vor "elektronischer Parallelwelt"

Wawrowsky sieht keine Entlastung von "Papierkram" - Wirksame Modelle gesucht

Wien (OTS) - Große Skepsis innerhalb der Bundeskurie
Niedergelassene Ärzte löst die Ankündigung des Hauptverbandes der
Sozialversicherungen über die geplante Erweiterung der
e-Card-Funktionen aus. Bekanntlich ist auch eine elektronische
Überweisung geplant, die nach Aussagen der Kassenmanager in Hinkunft
den "Papierkram" ersetzen soll. "Das stimmt leider nicht, denn nach
wie vor sind Belege in Papierform für die Patienten notwendig, wie
die laufenden Pilotprojekte in ernüchternder Weise zeigen", so der
Niedergelassenen-Obmann in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK),
Günther Wawrowsky. Auf die bestehende Zettelwirtschaft werde
gleichsam eine "elektronische Parallelwelt" aufgesetzt, womit sich
der Aufwand für die Abwicklung von Überweisungen vermehre.

Wawrowsky vermeldete, dass innerhalb der Ärzteschaft an wirksamen
Modellen zum nachhaltigen Bürokratieabbau über elektronische
Kommunikation gearbeitet werde. Man benötige echte Innovationen und
nicht "Systeme, die von der Wirklichkeit abgehoben sind, die nichts
bringen und nur Geld kosten", so Wawrowsky. In Anbetracht der
kritischen finanziellen Situation des Staates seien auch die sozialen
Krankenversicherungen dringend aufgefordert, in Übereinstimmung mit
allen Betroffenen akzeptable Wege zu suchen. Wawrowsky:
"Selbstorientierte Alleingänge sind schädlich, zumal die Projekte
sich erst in der Pilotphase befinden und noch keine abschließende
gemeinsame Beurteilung möglich ist."

Rückfragehinweis:
Pressestelle der
Österreichischen Ärztekammer
Tel.: (++43-1) 513 18 33

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAE

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel