Kameraden Martin Grafs greifen Demonstration an

Olympen gewalttätig gegenüber Protestierenden, vor Parlament

Wien (OTS) - Als Reaktion auf die Wahl des Olympen Martin Graf zum 3.Nationalratspräsidenten protestierten heute rund 150 DemonstrantInnen gegen diese Wahl. Beginn dafür war eine Kundgebung vor der Hauptuniversität Wien, um den Zusammenhang zwischen studentischen Burschenschaften und dem österreichischen Parlament aufzuzeigen. Symbolisch wurde in einer spontanen Demonstration zum Parlament, der Weg des deutschnationalen Burschenschafters Graf von der Universität ins Parlament nachgezeichnet.

Die OrganisatorInnen des Protestes zeigten sich zunächst zufrieden darüber: "Die Demonstration verlief friedlich und wir konnten dem Widerstand gegen Deutschnationalismus im österreichischen Parlament, mit Parolen und Transparenten Ausdruck verleihen." Ähnlich positiv sieht dies auch Aktivistin Antonia Favez: "Wir finden es äußerst wichtig, ein antifaschistisches Zeichen gegen die Wahl eines deutschnationalen Burschenschafters zum 3. Nationalratspräsidenten zu setzen."

Ein jähes Ende fand der friedlichen Protest durch einen äußerst brutalen Angriff von einer Gruppe gewalttätiger rechtsextremer Jugendlicher. Die Gruppe überfiel in ihrem militärischen Auftreten vor den Augen der Exekutive die protestierenden Menschen. Unverkennbar Teil dieser Gruppe waren auch zwei Burschenschafter der rechtsextremen Olympia, dem "Lebensbund" auch von Martin Graf. Der ÖH Uni-Wien liegen Fotos dazu vor.

In Anbetracht des rechtsextremen Übergriffes am Wochenende auf den Kulturverein W23 zeigt sich Abgeordneter Karl Öllinger von den Grünen schockiert über die aktuellen Entwicklungen: "Es ist alarmierend, wenn schon wieder AntifaschistInnen von Rechtsextremen angegriffen werden. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass die Gewalt der Rechten eine neue Ebene erreicht hat."

Unverkennbar der Zusammenhang zwischen einer gestärkten parlamentarischen Rechten und dem vermehrt gewaltbereiten Auftreten von Burschenschaften auf der Straße. Öllinger dazu: "Spätestens seit diesen Angriffen in den letzten Tagen müsste sich Martin Graf von seiner rechtsextremen Burschenschaft Olympia distanzieren und öffentlich dagegen Stellung nehmen. Dem Rechtsextremismus muss klar eine Grenze gesetzt werden, sowohl an der Universität als auch im Parlament."

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