Landertshammer: Spezielle Uni-Studien für Berufstätige sind dringend notwendig

Heimische Unternehmen unterstützen massiv MitarbeiterInnen, die während ihrer Erwerbstätigkeit studieren

Wien (PWK813) - "In den heimischen Betrieben sind die Vorzüge
eines berufsbegleitenden Studiums seit langem bekannt", sagt Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, und verweist auf den Erfolg spezieller Studienangebote im Fachhochschulwesen. Im Unterschied zu den Universitäten sind 42 Prozent aller Fachhochschul-Studiengänge berufsbegleitend studierbar. Und dabei handelt es sich um reguläre Studien und nicht um außerordentliche Studienangebote, wie sie üblicherweise von den Universitäten für die berufsbegleitende Weiterbildung angeboten werden. "Auch an den Universitäten brauchen wir dringend berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudien. Dabei darf es nicht allein den Studierenden überlassen bleiben, den Spagat zwischen Studium und Beruf zu managen. Vielmehr müssen die Universitäten auf die besonderen Anforderungen der berufsbegleitend Studierenden eingehen. Die Fachhochschulen zeigen, wie man hier punkten kann", stellt Landertshammer fest und verweist dabei darauf, dass die Wirtschaftskammer schon seit Jahren auf die verstärkte Einrichtung berufsbegleitender Universitätsstudien drängt.

Die wachsende Bedeutung berufsbegleitender Bachelor- und Masterstudien wird seiner Meinung nach nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Lebensbegleitenden Lernens immer wichtiger. Im Selbstverständnis der Fachhochschulen ist die Weiterbildung der Erwerbstätigen von Anfang ein zentrales Motiv. Nun sollen auch die Universitäten berufsbegleitende Bachelor- und vor allem auch berufsbegleitende Masterstudien anbieten. "Wie im Fachhochschulwesen sollte auch ein Uni-Bachelor angemessene berufliche Möglichkeiten vorfinden und im Vertrauen auf die Option eines späteren berufsbegleitenden Masterstudiums erwerbstätig werden können", stellt Landertshammer fest.

Rückenwind für Landertshammers Forderungen kommt von einer am Dienstag von der FHW vorgestellten Studie, in der unter anderem festgestellt wurde, wie weitreichend die Unternehmen ihren berufsbegleitend studierenden MitarbeiterInnen helfen. 50 % unterstützen bei der Durchführung der Abschlussarbeit, 44 % leisten finanzielle Hilfestellungen, 32 % bieten gezielte Karriere - und Laufbahnplanung und mehr als 25 % gewähren Bildungsurlaub.

Es ist aber auch Aufgabe der Politik, jene Weichenstellungen vorzunehmen, welche die Universitäten befähigen, den künftigen Herausforderungen entsprechen zu können. "Hierzu gehört nicht allein die Kompensation der durch den Entfall der Studienbeiträge zu erwartenden Einnahmenverluste der Universitäten, sondern auch die Möglichkeit der Festlegung von Studieneingangsvoraussetzungen und Studienplatzkontingenten nach dem Muster des Fachhochschulwesens", stellt Landertshammer abschließend fest. (RH)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Bildungspolitik
Dr. Klaus Schedler
Tel.: (++43) 0590 900-4088
Fax: (++43) 0590 900-261
bp@wko.at
http://wko.at/bp

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001