AK: Jetzt Kaufkraft stärken um Arbeitsplätze zu schützen

Eine rasche Entlastung der ArbeitnehmerInnen stärkt die Kaufkraft und belebt die Konjunktur

Wien (OTS) - "Wenn wir einen massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit und einen Einbruch des Wirtschaftswachstums verhindern wollen, dann heißt das, wir müssen die Menschen jetzt aktiv entlasten und so die Kaufkraft stärken", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Alle Konjunkturprognosen werden laufend nach unten revidiert. Die Arbeitslosenzahlen werden laut neuen Prognosen des WIFO in den nächsten drei Jahren auf über 300 000 Arbeitslose steigen. Gerade wenn die Arbeitslosigkeit steigt, muss die Konjunktur gestärkt werden: "Eine Steuerreform die untere und mittlere Einkommen entlastet ist ein wichtiger Impuls für die Konjunktur und muss so rasch wie möglich kommen denn: Lieber jetzt aktiv entlasten, als in den nächsten Jahren hohe Ausgaben wegen der gestiegenen Arbeitslosigkeit erleiden", sagt Tumpel. 2007 betrugen die Kosten für Arbeitslosenunterstützung und entgangene Steuern bei durchschnittlich rund 275.000 Arbeitslosen fast sieben Milliarden Euro. Dazu kommt:
Ein Kaufkraftausfall von zusätzlich 1,3 Milliarden Euro sowie wie ein Ertragsausfall von drei Milliarden Euro. Eine steuerliche Entlastung muss jetzt die Kaufkraft stärken und so die Konjunktur ankurbeln. Notwendig ist jetzt außerdem rasch Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt umzusetzen um einen Beschäftigungsrückgang und einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Und: öffentliche Ausgaben müssen erhöht und vorgezogen werden. "Der Konjunkturabschwung im Jahr 2001 muss uns eine Lehre sein. Damals wurde zu lange gezögert und die Krise damit noch verschärft. Diesmal müssen wir rasch und aktiv eingreifen", so Tumpel.

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