Junge Industrie: Denn sie wissen nicht, was sie tun

JI-Chef Ohneberg: Fehlen von Mitteln für Zukunftsinvestitionen verbaut Zukunft der Jungen - Stimme heute jüngerer Generation bei politischen Entscheidungen aufwerten

Wien (OTS) - Als "nachhaltige Verbauung der Zukunft der Jungen in unserem Land" bezeichnete der Bundesobmann der Jungen Industrie (JI) Mag. Martin Ohneberg heute, Mittwoch, das offensichtliche Fehlen notwendiger Budgetmittel für Zukunftsinvestitionen. "Das einzige, wo leider wirklich nachhaltig gehandelt wird, ist der offensichtliche Drang zum unreflektierten Geldausgeben. Allein der kurz vor der Wahl ausgerufene Jahrmarkt der Unvernunft im Nationalrat hat vor allem uns Jungen teure und strukturell äußerst schädliche Maßnahmen eingebracht, die nachhaltige Kosten im Ausmaß von über 1,8 Mrd. Euro bedeuten", so Ohneberg angesichts des heutigen "Österreich-Gesprächs" inklusive Kassasturz. Ohneberg sprach sich für eine "dringend erforderliche umfassende Steuerreform und Strukturreformen mit mehr statt weniger Geld vor allem für Bildung" aus. Insgesamt fühle er sich sehr an den Titel eines bekannten Films aus den 50ern - "Denn sie wissen nicht was sie tun" - erinnert.

Der JI-Bundesvorsitzende bezeichnete es seitens der Politik als "unverantwortlich, in guten wirtschaftlichen Zeiten nicht darauf geachtet zu haben, das Haus finanziell zukunftsfit zu machen und strukturellen und budgetären Spielraum für eine echte Steuerentlastung und Konjunkturmaßnahmen zu schaffen. Stattdessen hat der Druck einzelner Interest-Groups und der galoppierende Populismus in Vorwahlzeiten eine bis dato immer vorhandene Mehrheit der Vernunft und die Stimmen der Jugend überrollt. Insbesondere die Summe der "Pensionswahlzuckerl" - Verlängerung der Hacklerregelung, Pensionserhöhung nach Pensionistenpreisindex, Ende der Wartefrist -sei, so Ohneberg, nur als "Bärendienst für die Zukunft und verantwortungsloser Angriff auf die Sicherheit der Pensionen uns jüngerer Österreicherinnen und Österreicher" zu bezeichnen.

Statt etwa in die Bildung zu investieren wurden weitreichende und kostspielige Entscheidungen - Stichwort Abschaffung der Studienbeiträge - ohne jede Begutachtung, Ausschussarbeit oder gar Diskussion mit Experten durchgepeitscht. " So drohe nicht nur dem Hochschulstandort, sondern Österreich insgesamt der Weg in die Mittelmäßigkeit", so Ohneberg. Gerade in einem Land mit wenigen natürlichen Rohstoffen wäre es wichtig, jungen Menschen höchste Standards bei ihrer Ausbildung - und damit der Entwicklung des Humankapitals in Österreich - bieten zu können. Wesentlich sollte sein, dass kein fähiger junger Mensch aus finanziellen Gründen vom Studium abgehalten wird.

Als einen Vorschlag zur Sicherung der Chancen der Jugend regte Ohneberg die stärkere Berücksichtigung der Stimme der heute jüngeren Generation im Rahmen einer möglichen Wahlrechtsreform an. "Jugendliche sind von heute getroffenen politischen Entscheidungen in einem weitaus höheren Maße betroffen als alle anderen Bevölkerungsgruppen. Umso mehr müssen ihre Argumente gehört und ihre Möglichkeiten in der Zukunft in besonderem Maß mitbedacht werden." Denkbar wäre daher etwa, allen 16-30jährigen ein doppeltes Stimmrecht zu gewähren. Dass im gleichen Schritt natürlich auch die politische Bildung in den Schulen stärker als bisher in den Fokus rücken müsste, liegt für Ohneberg auf der Hand. Die Aufforderung richte sich an alle politischen Parteien, hier rasch nachhaltige Vorschläge auf den Tisch zu legen.

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