Elisabeth Köstinger zur "Grünen Offensive": Rolle der Bäuerin wandelt sich zur selbständigen Unternehmerin

Obfrau der Österreichischen Jungbauern leitet Arbeitskreis "Bäuerin und Unternehmerin" - Zwischenbilanz des Diskussionsprozesses rund um die Zukunft der Landwirtschaft

Wien (OTS) - "Österreichs Bäuerinnen stehen einer Vielzahl von Herausforderungen auf den Betrieben und im gesamten ländlichen Raum gegenüber. Das unternehmerische Denken und Handeln der Frau ist vor allem wegen der wirtschaftlichen Herausforderungen, denen die Landwirtschaft gegenüber steht, immer gefragter. Darüber hinaus haben Frauen genauso Potential und maßgebliche Fähigkeiten wie Männer, um erfolgreiche bäuerliche Familienunternehmen zu führen. Die Rolle der Frau in der Landwirtschaft muss sich vom klassischen Bild der Bäuerin wandeln zur selbständigen Unternehmerin", so Elisabeth Köstinger, Bundesobfrau der österreichischen Jungbauernschaft und Leiterin des Arbeitskreises "Bäuerin und Unternehmerin" zu den bisherigen Diskussionen im Rahmen der "Grünen Offensive" - dem Diskussionsprozess von Landwirtschaftsminister Josef Pröll rund um die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft.

In den fünf Arbeitskreisen der "Grünen Offensive" werden Schwerpunktthemen im Detail diskutiert. Als Leiterin der Arbeitsgruppe "Bäuerin und Unternehmerin" wurde die 29-jährige Kärntnerin Elisabeth Köstinger eingesetzt. In dieser Arbeitsgruppe geht es vor allem um die neue Rolle der Frau in der Landwirtschaft, ob am Hof, im bäuerlichen Umfeld, als Unternehmerin oder in der Politik. Unterstützt wird Köstinger dabei von der ehemaligen Referentin der Landwirtschaftskammer Österreich Maria Marksteiner, die diesen Arbeitskreis koordiniert.

Als vorrangiges Ziel ihrer Arbeit sieht es Köstinger, zukunftsfähige Konzepte und Strategien für Frauen in der Landwirtschaft zu finden, damit sie sich in ihrem Beruf verwirklichen und zukunftsfähige Betriebe bewirtschaften können. "Die Bäuerinnen mussten in den vergangenen Jahren auf die Herausforderungen auf ihren bäuerlichen Betrieben reagieren, das wird auch in Zukunft notwendig sein. Deshalb ist es wichtig, die Bäuerinnen in ihrem Engagement und in ihrem Mut, neue Ideen umzusetzen, zu unterstützen", so Köstinger.

"Der Wert der Arbeit der Bäuerinnen in Bezug auf die Erzeugung unserer Lebensgrundlage - den qualitativ hochwertigen Lebensmitteln -muss stärker in das Bewusstsein der KonsumentInnen gerückt werden. Wichtig ist vor allem auch die Schaffung von Netzwerken und Möglichkeiten, um auch von Erfahrungen untereinander und aus anderen Berufsfeldern profitieren zu können" hält Köstinger die Stoßrichtung ihrer Arbeit fest.

Der Arbeitskreis "Bäuerin und Unternehmerin" setzt sich stark mit Aspekten rund um die bäuerliche Familie der Zukunft außeinander. Zentrale Punkte bilden die Selbstverständlichkeit von Lebensqualität für Bäuerinnen und die Sichtbarmachung ihrer Leistungen in Hinblick auf ihren wichtigen Stellenwert als Lebensmittelproduzentinnen. "Wir müssen Wege und Möglichkeiten finden, dass es Bäuerinnen gelingt, sich besser von ihrer täglichen Arbeit am Hof und im Betrieb freizuspielen. Vor allem brauchen wir junge engagierte Bäuerinnen in politischen Funktionen. Frauen müssen viel stärker in die Belange der österreichischen Agrarpolitik eingebunden werden," so Köstinger.

Im April 2008 gab Landwirtschaftsminister Josef Pröll den Startschuss zur "Grünen Offensive", den Diskussionsprozess über die Zukunft der österreichischen Landwirtschaft. Dieser Diskussionsprozess wird abgekoppelt von der Tagespolitik und der Interessenspolitik geführt und soll so Orientierung für die Land- und Forstwirtschaft bieten, fachspezifische Sektorenüberlegungen anstellen und die Basis für künftige politische Positionierungen bilden. Neu ist auch, dass neben den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Branche auch Externe eingeladen wurden, sich am Prozess zu beteiligen.

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